Was sind Nelken?

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Was sind Nelken?

Gewürznelken, kurz: Nelken, sind die getrockneten Blütenknospen des Gewürznelkenbaums. Mit ihrem starken Aroma setzen sie vor allem in Gerichten der Winter- und Weihnachtsküche intensive Geschmacksakzente, aber auch zum Beispiel in Currys und Chutneys. Ihre Form erinnert an kleine Nägel, was auch die Herkunft ihres Namens erklärt: Dieser stammt vom mittelniederdeutschen „negelken“ ab, was „Nägelchen“ bedeutet.

Wonach schmecken Gewürznelken?

Nelken sind eines garantiert nicht: Unauffällig und zurückhaltend im Geschmack. Wo sie im Spiel sind, da drängt sich ihr durchdringendes Aroma in den Vordergrund. Dieses setzt sich aus einer würzig-scharfen Komponente und einer leicht süßlichen Note zusammen. Verantwortlich für den starken Geschmack und intensiven Duft sind die ätherischen Öle mit dem Inhaltsstoff Eugenol, von denen Nelken eine ganze Menge besitzen.

Wie lassen sich Nelken verwenden?

Gewürznelken können ganz oder in gemahlener Form verwendet werden. Gemahlene Nelken dürfen in Weihnachtsplätzchen wie Lebkuchen und Spekulatius nicht fehlen. Auch viele asiatische Gerichte lassen sich perfekt mit einer Prise Nelkenpulver abschmecken. Ganze Nelken gehören zum Beispiel traditionell in den Rotkohl – entweder in Form einer gespickten Zwiebel oder sie werden lose in den Topf gegeben. Dann bitte nicht vergessen, sie vor dem Verzehr zu entfernen. Außerdem sind sie fester Bestandteil von Glühwein und winterlichem Punsch. Hier werden sie in Orangen- oder Zitronenstücke gespickt. Auf diese Weise finden Nelken oft auch als Raumduft Verwendung: Einfach jeweils rund 40 Nelken in zwei bis drei Orangen piksen – und schon sind die ebenso dekorativen wie weihnachtlich duftenden Nelken-Orangen fertig.

Wozu passen Nelken?

Nelken sind in der Küche vielseitig einsetzbar und passen zu allen Leckerbissen, die einen Hauch Schärfe und Süße vertragen können – zum Beispiel Marinaden, Saucen, Fonds und Suppen. Gewürznelken harmonieren optimal mit deftigen Gerichten wie Wurst, Wild, Schweine- und Sauerbraten mit Rotkohl oder Eisbein mit Sauerkraut. Ebenso bringen sie Raffinesse an Süßspeisen: Eine Prise gemahlene Nelken rundet Desserts, Marmeladen und Kompott, Glühwein, Punsch und Feuerzangenbowle ausgezeichnet ab. Auch asiatische Chutneys, Relishes und Curries profitieren von einem Hauch Nelke – ebenso wie süßsauer eingelegtes Gemüse.

Herkunft: Woher kommen Nelken?

In früheren Zeiten galten Nelken als äußerst wertvoll, stammten sie doch von den legendären indonesischen Gewürzinseln – den Molukken. Bereits lange vor Christus wurden sie in China verwendet. Arabische Händler brachten das seltene Gewürz um 700 n. Chr. erstmals nach Europa, wo die Kaufleute lange um die Vorherrschaft im lukrativen Nelkenhandel kämpften. Heute sind Gewürznelkenbäume, die bis zu 20 Meter hoch werden können und ganzjährig grüne Blätter tragen, weltweit zu finden. Beim Trocknen erhalten die Blütenknospen ihre typisch braune Farbe.

In welcher Form sind Nelken erhältlich?

Die getrockneten Blütenknospen des Gewürznelkenbaums sind entweder als Ganzes oder in gemahlener Form erhältlich. Man kann ganze Nelken auch selber mahlen – zum Beispiel im Mörser, in einer Mühle oder einer hochwertigen Küchenmaschine.

Wie sollten Nelken aufbewahrt werden?

Werden ganze Nelken trocken, kühl und gut verschlossen aufbewahrt, so sind sie mehrere Jahre haltbar. Nelkenpulver sollte hingegen zusätzlich immer dunkel gelagert werden, da Licht, Wärme und Feuchtigkeit ansonsten schnell dafür sorgen, dass das Pulver an Aroma und Würzkraft verliert.

Womit kann man Nelken ersetzen?

Nelken lassen sich gut durch Piment ersetzen, das auch Nelkenpfeffer genannt wird. Das Aroma von Piment kommt dem der Nelken sehr nahe, charakterisiert sich aber durch eine pfeffrige Schärfe – daher der Name Nelkenpfeffer.

Kann man Nelken ganz essen?

Nelken sind sehr scharf auf der Zunge. Man sollte sie nicht mitessen, sondern nach dem Kochen aus dem Topf entfernen. Man kann jedoch eine Nelke in den Mund nehmen und für zwei oder drei Minuten darauf herumkauen – was gegen Mundgeruch helfen soll.

Wie testet man, ob Nelken frisch und noch verwendbar sind?

Es lässt sich einfach herausfinden, ob Gewürznelken noch das gewünschte Aroma abgeben. Frische Nelken fühlen sich leicht fettig an. Drückt man mit dem Fingernagel gegen ihren Stiel, so tritt ein wenig Öl aus. Alternativ kann ein Schwimmtest Auskunft über die Qualität und Frische von Gewürznelken geben: Sinken die Nelken im Wasser zu Boden oder schwimmen sie senkrecht, so sind sie noch ausreichend frisch. Treiben sie jedoch waagerecht auf der Wasseroberfläche, spricht das dafür, dass sie zu trocken sind.

Welche gesundheitlichen Wirkungen werden Gewürznelken zugeschrieben?

Die Liste der gesundheitlichen Vorteile von Nelken ist lang. Die „Nägelchen“ gelten nicht nur als Aphrodisiakum, sondern sie haben vielerlei gesundheitliche Wirkungen auf den Körper. Das liegt an den enthaltenen ätherischen Ölen, wobei hier das Eugenol die Hauptrolle spielt. Dieses soll das Wachstum von Pilzen, Viren und Bakterien hemmen. Da Eugenol die Verdauung anregt, können Gewürznelken bei Blähungen und Völlegefühl helfen. Außerdem wirken sie krampflösend.

Zudem wirkt Eugenol leicht schmerzstillend, antientzündlich und örtlich betäubend, weshalb Nelkenöl Zahnschmerzen lindert und bei Entzündungen im Mund- und Rachenbereich hilft. Das Nelkenöl dabei am besten auf ein in Wasser getränktes Wattestückchen geben, da es in unverdünnter Form die Schleimhäute reizt, und mit dem Finger sanft auf den Zahn drücken oder auf dem Wattepad herumkauen.

Rezept mit Nelken

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Panch Phoron