Was ist Estragon?

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Estragon ist ein beliebtes Küchenkraut, das zur Familie der Korbblütler gehört. Auch bekannt als Kaiser- oder Schlangenkraut wurde Estragon früher auch Dragon oder Dragun genannt. Ursprünglich stammt die Pflanze aus Mittelasien, heute wird die Gewürzpflanze aber meist in Süd- und Osteuropa angebaut. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 150 cm hoch und trägt von April bis Juni kleine gelbe Blüten. Estragon kann man mehrmals im Jahr ernten. Allerdings haben seine langen, schlanken Blätter kurz vor Beginn der Blütezeit den höchsten Gehalt an ätherischen Ölen und somit am meisten Geschmack und Aroma. Geerntet werden vom Estragon die jungen Triebe und die Blätter. Sie werden frisch oder getrocknet zum Würzen verwendet.

Wie schmeckt Estragon?

Estragon hat ein feines Anisaroma und schmeckt leicht würzig und bittersüß. Es wird geschmacklich meist in zwei Estragon-Sorten unterschieden: Dem französischen Estragon und dem russischen Estragon. Der französische Estragon schmeckt bittersüß und ist besonders aromatisch. Der russische Estragon ist dagegen weniger aromatisch.

Wie riecht Estragon?

Der Estragon Geruch erinnert an eine Mischung aus Waldmeister und Fenchel.

Wie kann man Estragon ersetzen?

Estragon hat ein einzigartiges Aroma, so dass es keinen wirklichen Estragon Ersatz gibt. Denn in jedem Gericht, in dem das Kraut verwendet wird, ist es das dominierende Aroma. Als Estragon Alternative kann man glatte Petersilie oder frischen Kerbel verwenden. Den Estragon-Geschmack kann man so leider trotzdem nicht ersetzen, jedoch für eine frische Kräuternote sorgen.

Mit welchen Kräutern kann man Estragon am besten kombinieren?

Obwohl Estragon ein dominantes Aroma hat, kann man ihn mit vielen Kräutern kombinieren. So harmonieren Estragon und Thymian sehr gut miteinander. Daher findet man die beiden zusammen mit Rosmarin häufig in Kräutermischungen wie in Kräuter der Provence. Ebenfalls sehr lecker ist die würzig-kräuterige Kombination aus Estragon und Petersilie, Kerbel sowie Schnittlauch. In der französischen Küche hingegen wird Estragon mit Bohnenkraut oder Oregano in den sogenannten Fines Herbes verwendet.

Ist Estragon gesund?

Estragon soll eine heilende Wirkung haben. Denn aufgrund seiner vielen Bitterstoffe hat er einen wohltuenden Einfluss auf die Verdauung. Er soll die Produktion des Magensaftes anregen und dadurch das Verdauungssystem stärken. Zudem kann er den Stoffwechsel ankurbeln und gegen Rheuma sowie Gicht helfen.

Wer von den positiven Wirkungen profitieren möchte, kocht sich einen Estragon Tee. Dazu ca. 2-3 Zweige Estragon mit 250 ml kochendem Wasser übergießen und für 5 Minuten ziehen lassen. Für etwas mehr Süße kann zusätzlich Honig mit in den Tee gegeben werden.

Doch Vorsicht: Bei zu hohen Dosen kann Estragon giftig sein. Denn wie Basilikum und Fenchel enthält auch Estragon den Stoff Methyleugenol, der in Verdacht steht, krebserregend zu sein. In handelsüblichen Mengen ist Estragon jedoch unbedenklich.

Wie verwendet man Estragon?

Estragon ist ein kulinarisches Multitalent. Das Würzkraut verfeinert cremige Saucen wie zum Beispiel Sauce Béarnaise, frische Salate und Gerichte mit Fisch, Fleisch, Geflügel oder Gemüse. Ein Klassiker ist die Herstellung von Estragon-Senf. Mit ihm zaubert man würzige Marinaden und Vinaigrettes. Außerdem verfeinert Estragon hervorragend Mayonnaise oder auch Kräuterbutter. Besonders lecker ist Estragon zu Wild oder zu Lachs. Eine weitere Estragon Verwendung ist, ihn zum Einlegen zu verwenden. So aromatisiert er z.B. Essig.

Es gibt viele klassische Rezepte mit Estragon, wir möchten Euch ein etwas ungewöhnlicheres vorstellen, das besonders an heißen Tagen herrlich erfrischend ist:

Estragon Limonade

2 Bund Estragon oder 6 EL Estragon gerebelt in einem Gewürzsack

2 Limetten in Scheiben

2 Äpfel in Scheiben

70 ml Holunderblütensirup

1 l Mineralwasser mit Kohlensäure

gestoßenes Eis nach Belieben

Alle Zutaten – bis auf das Eis – in eine große Karaffe füllen und am besten über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen. Kurz vor dem Servieren das Eis hinzugeben. Wer mag, kann die Mischung zusätzlich vor dem Servieren mit einem halben Liter Prosecco auffüllen.

Tipp: Da Estragon verdauungsfördernd wirkt, werden mit ihm besonders gerne schwere und deftige Gerichte gewürzt.

Kann man Estragon roh essen?

Estragon kann sowohl getrocknet als auch roh gegessen werden. Ob man Estragon mit oder ohne Stiel essen möchte, bleibt einem selbst überlassen. Doch da es sich bei ihm um eine mehrjährige Pflanze handelt, können die Stiele recht dick und holzig werden, daher empfiehlt es sich lieber, nur die Zweigspitzen zu essen.

Zu welchem Gemüse passt Estragon?

Estragon ist dank seines würzigen Geschmacks das perfekte Gewürz für Gemüse. So harmoniert es besonders gut in Gemüsesuppen, aber auch mit Kartoffeln, Tomaten, roter Bete, Erbsen, Salaten oder Möhren. Besonders lecker schmeckt Estragon zu Spargel.

Wie kann man Estragon haltbar machen?

Es gibt zwei Möglichkeiten, Estragon haltbar zu machen: Man kann Estragon trocknen oder einfrieren.

Wie kann man Estragon trocknen:

Auch Estragon kann man wie die meisten Kräuter trocknen. Dazu werden die Blätter von den Zweigen gezupft. Da sie recht klein sind, benötigen sie keine hohen Temperaturen. Einfach die Blätter auf einem Tablett ausbreiten und an einen nicht zu sonnigen und gut belüfteten Ort stellen, damit die nicht schimmeln. Wenn die Blätter zu viel Sonne abbekommen, verlieren sie ihr Aroma. Sind die Blätter trocken, kann man sie fein mörsern oder mixen und in einer licht- und luftdichten Dose aufbewahren.

Wie kann man Estragon einfrieren:

Wer Estragon einfrieren möchte, kann entweder ganze Zweige oder die bereits abgezupften Blätter in einen Gefrierbeutel geben. Die Blätter sollten sauber und trocken sein. Beim Auftauen entweder die Blätter auf einen Teller legen oder direkt ins Essen geben. Da die Blätter klein sind, tauen sie schnell auf.

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