Was ist Rosmarin?

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Sein kräftig-würziger Duft und herb-bitterer Geschmack verleiht jedem Gericht einen Hauch von sonnigen Tagen am Meer. Vielleicht bedeutet sein lateinischer Name „ros marinus“ deshalb „Tau des Meeres“. Das mediterrane Gewürz ist ein echter Allrounder in der Küche und verfeinert helle Fleischsorten genauso wie Lamm- und Fischgerichte, sowie Kartoffeln und Gemüse.

Rosmarin ist übrigens nicht nur ein beliebtes Gewürz, sondern auch das Symbol für Treue und Liebe. Er wurde der Liebesgöttin Aphrodite geweiht. Früher trugen daher viele Hochzeitspaare Sträuße oder Kränze aus Rosmarinzweigen.

Wie sieht frischer Rosmarin aus?

Rosmarin ist ein immergrüner Strauch, der bis zu zwei Meter hoch werden kann. Die Blätter erinnern an kleine Tannennadeln, weshalb sie häufig auch als Rosmarinnadeln bezeichnet werden. Die kleinen Rosmarin Blüten schmiegen sich zwischen die dichten Blätter und sind blau bis violett-farben.

Frischer Rosmarin ist nicht nur in der Mittelmeerregion zu finden, sondern kann ganz einfach zu Hause gehalten werden. Er sollte an einem sonnigen Ort stehen – entweder in der Wohnung oder im Garten. Wer ihn im Garten hat, kann seinen Rosmarin während oder nach der Blütezeit ernten, die in den Sommermonaten stattfindet. Im Topf kann er das ganze Jahr über geerntet werden.

Wie schmeckt Rosmarin?

Rosmarin schmeckt würzig herb und leicht bitter mit intensiven Kampfer- und Eukalyptusnoten. Auch die Rosmarin Blüte kann man essen. Sie wird über Salate oder als Dekoration über Süßspeisen gestreut. Zum Kochen eignet sie sich nicht – zu schnell würde die feine Blüte zerfallen.

Zusammen mit mediterranen Kräutern wie Oregano und Thymian bringt Rosmarin die Küche des Südens in die eigenen vier Wände.

Gibt es einen Rosmarin Ersatz?

Rosmarin gehört zu den mediterranen Kräutern. Daher können die Gewürze Estragon und Thymian statt Rosmarin verwendet werden.

Ist Rosmarin gesund?

Rosmarin hat viele positive Wirkungen. Das ätherische Öl im Rosmarin regt z.B. die Durchblutung an und bringt den Kreislauf auf Trab. Bei zu hohem Blutdruck sollte Rosmarin daher nicht zu häufig gegessen werden. Wer es als Öl für die Haut verwendet, kann dank ihm verspannte Muskeln lockern. Auch als Badezusatz kann er genommen werden. Dazu 50 Gramm Rosmarin ins temperierte Badewasser geben.
Rosmarin fördert zudem die Verdauung, weshalb er gern als Gewürz in deftigen und fettigen Mahlzeiten zum Einsatz kommt. Die enthaltenen Gerbstoffe im Rosmarin wirken entzündungshemmend und die Bitterstoffe regen den Magen- und Gallensaft an. Der Duft von Rosmarin soll ebenfalls positiv wirken: Er soll das Selbstbewusstsein stärken und für neue Energie sorgen.

Kann zuviel Rosmarin giftig sein? Rosmarin kann auch ungewollte Nebenwirkungen haben, nicht nur für Menschen mit zu hohem Blutdruck. In der Schwangerschaft sollte Rosmarin ebenfalls nicht so häufig auf dem Menüplan stehen, da er Blutungen fördern kann.

Wer Rosmarin als Hausmittel gegen Kopfschmerzen, Völlegefühl oder Antriebslosigkeit einnehmen möchte, kann täglich eine Tasse Rosmarin-Tee trinken. Dazu einen Teelöffel getrockneter Blätter in eine Teetasse geben und mit heißem Wasser übergießen. Die Mischung 10 Minuten ziehen lassen.

Die Rosmarin Tagesdosis von maximal 6 Gramm sollte nicht überschritten werden.

Kann man Rosmarin roh essen?

Rosmarin kann man roh essen oder mitkochen. Wer ihn roh essen möchte, sollte ihn vorher klein hacken oder im Mörser zerstoßen, da die frischen Blätter eine leicht ledrige Oberfläche haben, was sich unangenehm im Mund anfühlen kann.

Für was verwendet man Rosmarin?

Oregano, Thymian und Rosmarin sind die Kräuter schlechthin, wenn man die mediterrane Küche zu sich nach Hause holen möchte. Das herbe Aroma des Rosmarins kann sowohl zu Gemüse als auch zu Fleisch, Geflügel oder Fisch kombiniert werden. Entweder werden ganze Zweige zum Essen gegeben die während des Garvorgangs ihr Aroma abgeben und später wieder entfernt werden, oder kleingehackte Blätter. Auch als Würzmischung in Form von Rosmarin Pesto oder Rosmarin Salz verleiht es den unterschiedlichsten Speisen einen mediterranen Touch.

Ein Rezeptklassiker sind Rosmarin-Kartoffeln. Einfach einen frischen Zweig oder kleingehackte Blätter zu den Kartoffeln aufs Backblech geben und schon wird aus schlichten Kartoffeln ein aromatisches Gericht.

Tipp: Wer Rosmarinzweige mitkocht, sollte bedenken, dass sich durch zu viel Hitze Bitterstoffe entwickeln. Ist dieser Geschmack nicht gewünscht, solle man Rosmarin erst kurz vor Ende der Garzeit (ca. 30 Minuten vorher) hinzufügen.

Rosmarin kann nicht nur in der warmen, herzhaften Küche verwendet werden. Sein Aroma schmeckt auch in süßen Gerichten. Besonders in Verbindung mit Früchten, wie z.B. Aprikosen oder Zitronen, schmeckt Rosmarin herrlich frisch. Ob in der Marmelade, auf Rosmarin Plätzchen oder auf Ziegenkäse beträufelt mit Rosmarinhonig – hier kommen seine Kampfer- und Eukalyptusnoten besonders gut zur Geltung.

Auch Rosmarin-Sirup kombiniert würzige und süße Aromen ideal miteinander. Der Sirup ist zwar nicht so gängig wie Holunderblütensirup, aber wir finden, dass sich das unbedingt ändern sollte. Denn wir sind uns fast sicher, dass Gin Tonic mit Rosmarin-Sirup Euer neues Lieblingsgetränk werden könnte!

Rosmarin Sirup selber kochen:

50 g Rosmarin
1 Bio Zitrone (Saft und Schale)
250 g brauner Zucker
450 ml Wasser

Zitrone in Scheiben schneiden. Dann alle Zutaten in einen Topf füllen und bei mittlerer Hitze 15 Minuten köcheln lassen. Die Mischung vom Herd nehmen und über Nacht ziehen und abkühlen lassen. Alles abseihen und in eine Flasche füllen.

Ein Schuss des Sirups verleiht Sekt, Gin Tonic oder auch Mineralwasser ein ganz besonderes Aroma.

Wie kann man Rosmarin aufbewahren?

Frische Rosmarinzweige halten sich nur ca. 2-3 Tage. Die Zweige dazu am besten wie einen Blumenstrauß in ein Glas Wasser stellen oder in den Kühlschrank legen. Man kann seinen frischen Rosmarin aber auch haltbar machen, indem man ihn trocknet oder einfriert.

Wer seinen Rosmarin trocknen möchte, sollte die Triebe abschneiden und die Blätter vom Stängel entfernen. Denn je schneller die Blätter trocknen, desto intensiver ist ihr Geschmack, da sie mehr ätherisches Öl enthalten. Die Blätter sollten aber nicht bei über 35°C getrocknet werden, denn das würde die ätherischen Öle zerstören. Sind die Blätter getrocknet, können sie in eine licht- und luftdichte Dose gefüllt werden.

Rosmarin kann man auch einfrieren. Dazu einfach die sauberen und trockenen Blätter von den Zweigen zupfen und portionsweise in den Gefrierbeutel geben.

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Wer keinen grünen Daumen hat, aber trotzdem das würzig-herbe, mediterrane Aroma genießen möchte, kann in unserem Online Shop Rosmarin kaufen. Wer es noch etwas frisch-fruchtiger mag, greift zu unserem köstlichen Zitronen-Rosmarin Salz.

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