Die 17 besten Grilltipps – richtig grillen

 In Tipps & Tricks
Bewertung: 3.0/5.. Aus 2 Stimmen.
Bitte warten...

Startet mit uns zusammen in die leckerste Saison des Jahres: Die Grillsaison. Wir verraten Euch unsere besten Grill-Tipps. Erfahrt, wie Euer Steak auf dem Grill perfekt gelingt und wie Hühnchen & Co. noch würziger schmecken. Außerdem verraten wir Euch clevere Tipps rund ums Grillen, mit denen garantiert nichts mehr schief geht. Hier unsere besten 17 Tipps zum Grillen:

1. Der richtige Grill: Holzkohle-, Gas- oder Elektrogrill?

Der Vielseitige: Der Holzkohlegrill ist der Klassiker unter den Grills. Es gibt ihn in verschiedenen Größen und Formen. Er eignet sich perfekt fürs Grillen zu Hause oder unterwegs. Kleine Exemplare lassen sich gut transportieren und sind ideal fürs Grillen im Park.
Der Präzise: Der Gasgrill ist das Gerät der Wahl für alle, die gerne sofort mit dem Grillen loslegen wollen und nicht erst warten möchten, bis die Holzkohle durchgeglüht ist. Er grillt temperaturgenau und sehr sauber und entwickelt nur wenig Rauch.
Der Unkomplizierte: Mit dem Elektrogrill kann ebenfalls direkt losgegrillt werden. Er eignet sich gut für die kleine Grillrunde auf dem Balkon und lässt sich einfach und unkompliziert reinigen.

2. Der neuste Grilltrend: Feuerplatte

Grillen auf der Feuerplatte ist eine weitere Möglichkeit, Würstchen, Grillkäse, Fleisch und Gemüse zu grillen. Bei dieser Methode wird eine Metallplatte über einer Feuerquelle platziert. Auf dem Ring entstehen dadurch unterschiedliche Temperaturzonen – innen bis zu 300 °C und außen perfekt zum Warmhalten. Dadurch können alle Zutaten gleichzeitig gegrillt werden. Im Gegensatz zu anderen Grills wird für die Feuerplatte Öl benötigt. Am besten eignet sich hoch erhitzbares Speiseöl wie Sonnenblumenöl zum Grillen.

3. Heiß muss es sein: Grill gut vorheizen

Steaks, Spieße und Co. erst auf den Grill legen, wenn er seine Betriebstemperatur erreicht hat. Ein Gasgrill braucht ca. 10 Minuten, bis er auf Temperatur kommt, bei einem Holzkohlegrill sind es etwa 30 – 40 Minuten. Sobald die Kohlen vollständig von einer grauen Schicht überzogen sind und der Rost schön heiß ist, kann es mit dem Grillen losgehen.

Und bei wieviel Grad sollte gegrillt werden? Das kommt darauf an, was Ihr grillt. Steak braucht am meisten Hitze, es sollte bei 280 °C – 300 °C gegrillt werden, Fisch bei 160°C – 190 °C und Hühnchen bei ca. 150 – 200 °C.

4. Deckel zu oder Deckel auf?

Hat der Grill einen Deckel, sollte dieser auf jeden Fall beim Vorheizen für ca. 15 Minuten geschlossen bleiben, denn nur so kann der Rost die perfekte Temperatur erreichen. Das ist wichtig, um das Grillgut schnell anzubraten. Beim Holzkohlegrill solltet Ihr darauf achten, dass das Feuer trotzdem genug Sauerstoff bekommt. Auch während des Grillens sollte der Deckel geschlossen bleiben und nur zum Wenden und Nachmarinieren kurz geöffnet werden. Durch den geschlossenen Deckel verkürzt sich die Garzeit und das Gargut wird von allen Seiten gleichmäßig gegrillt.

5. Fleisch grillen: Von Argentinischen Rindfleisch bis Würzburger Bratwurst

Welches Fleisch eignet sich am besten zum Grillen? Die Antwort ist einfach, da sich eigentlich jedes Fleisch zum Grillen eignet. Ihr könnt Hähnchenschenkel, Rindersteak, Entenbrust oder auch Spare Ribs grillen – erlaubt ist, was schmeckt. Es sollte nur darauf geachtet werden, dass Geflügel, Rindfleisch oder Schwein unterschiedlich schnell durchgaren. Mit Hilfe eines Bratenthermometers könnt Ihr den Garpunkt einfach feststellen.

Und hier die Reihenfolge, wie Ihr das Fleisch auf den Grill legen solltet, damit alles gleichzeitig gar ist: Zuerst kommt Schweinefleisch, dann das Geflügel, gefolgt von Würstchen und Fisch. Ganz zum Schluss wird das Gemüse sowie Rindfleisch gegrillt.

6. Kleiner oder großer Hunger: Wieviel Fleisch pro Person?

Für einen Grillabend können 300 g – 400 g Fleisch pro Person eingeplant werden, je nachdem, ob gute Esser dabei sind. Denkt daran, dass sich Eure Gäste nicht vom Fleisch sattessen sollen. Wir haben noch jede Menge ausgefallene Beilagen-Ideen, die dem Fleisch die Show stehlen könnten – und es muss nicht immer nur Salat als Beilage zum Grillen sein.

7. Mehr Aroma mit würzigen Marinaden

Steaks, Koteletts, Hähnchenflügel, Gemüse & Co. bekommen noch mehr Geschmack mit einer würzigen Marinade. Sie wird aus Öl, Essig, Kräutern und Gewürzen angerührt und macht das Fleisch zusätzlich schön zart. Steaks und Co. sollten mindestens für 1 Stunde – besser über Nacht – mariniert werden, damit sie das Aroma der Marinade gut annehmen. Welche Marinade sich für welches Fleisch eignet, verraten wir Euch in unserem Artikel zu Rezepte für Grill-Marinaden. Wer Lust hat, mal etwas Neues auszuprobieren, sollte unsere außergewöhnlichen Marinaden probieren.

8. Vor dem Grillen auftauen nicht vergessen

Wer sich aus Zeitnot schon mal gefragt hat, ob man gefrorene Garnelen oder gefrorene Chicken Wings grillen kann, sollte sich merken: Nein, das geht leider nicht. Sowohl die Garnelen als auch die Chicken Wings sollten vor dem Grillen, am besten über Nacht, im Kühlschrank aufgetaut werden. Ein Steak hingegen könnt Ihr im angefrorenen Zustand auf den Grill legen. Dadurch wird es außen herrlich kross und bleibt innen dank der niedrigen Kerntemperatur schön rosa.

9. Steaks grillen: So gelingt das perfekte Steak

Die Steaks sollten fein marmoriert, leicht mit Fett durchzogen, und mindestens zwei bis drei Zentimeter dick sein. So erhältst Du ein Steak, das außen knusprig und innen noch schön saftig ist. Zum Grillen eignen sich Rumpsteaks, Rib-Eye, Hüftsteak und das Flanksteak besonders gut. Den Grill vorheizen und das Steak je Seite 2 bis 4 Minuten grillen. Mit einem speziellen Steakthermometer kannst Du den Gargrad ganz genau bestimmen: 48 – 52 °C rare, 52 – 55 °C medium rare, 56 – 58 °C medium, 65 – 68 °C well done.

10. Fisch grillen: So wird der Fisch nicht trocken

Fisch zu grillen erfordert etwas Übung, da er schnell trocken wird. Am besten eignen sich fettreiche Fischsorten wie Lachs oder Forelle. Sie trocknen beim Grillen nicht so schnell aus. Fisch sollte bei starker, direkter Hitze gegrillt werden. So bleibt der Fisch nicht am Rost kleben. Am besten die erste Seite schön knusprig grillen, erst dann vorsichtig wenden und die andere Seite grillen. Man sollte den Fisch nur einmal wenden, da er sonst schnell zerfällt. Ganze Fische lassen sich sehr gut in speziellen Grillkörben garen. Besonders lecker gelingt Fisch auf der Planke, einem Grillbrett aus Zedernholz. Hier erfahrt Ihr in 5 Schritten, wie einfach es ist, Lachs auf der Planke zu grillen.

Keine Lust auf Lachs? Dann probiert doch mal gegrillte Dorade. Der ganze Fisch wird mit Kräutern und Zitrone gefüllt und kommt dann in einen Grillkorb. Eine weitere Alternative ist, Thunfisch zu grillen. Er schmeckt am besten, wenn er innen noch leicht roh ist. Also nur kurz von beiden Seiten angrillen.

11. Gemüse grillen: Bunter Genuss vom Grill

Gemüse ist eine leckere Beilage zum Grillen – oder der alleinige Star. Am besten eignen sich Gemüsesorten, die nicht zuviel Wasser enthalten und keine lange Garzeit haben. Ideal sind z.B. Pilze, Paprika, Auberginen, Kürbis und Mais. Das Gemüse mit etwas Butter oder Öl, Salz, Kräutern, Zitrone oder auch etwas Zucker in kleine Aluschalen legen oder direkt als Gemüsespieße grillen. Nach etwa 15 – 20 Minuten auf dem Grill ist das Gemüse gar. Wenn Ihr statt der Butter Öl verwendet, eignet sich das Gemüse auch zum Vegan Grillen. Ebenfalls ein Klassiker beim Grillen sind Maiskolben. Ihr könnt den Mais vorab mit einer Marinade aus Butter und Kräutern einreiben und dann auf den Grill legen. Am besten, Ihr legt eine Schale unter den Mais, damit kein Fett in die Flammen tropft. Wer wissen möchte, wie vielfältig Gemüse vom Grill noch sein kann, findet bei uns köstliche vegetarische Veggie-Grill-Rezepte.

12. Überhaupt nicht spießig: Grillen am Spieß

Am Spieß lassen sich Gemüse, Fisch und Fleisch besonders gut grillen, denn wohl portioniert und ordentlich am Spieß aufgereiht, gart alles ganz gleichmäßig. Holzspieße am besten vorher 30 Minuten in kaltem Wasser einweichen. So brennen die Spieße nicht so schnell an und das Grillgut klebt nicht daran fest.

13. Runde Sache: Pizza vom Grill

Pizza wie vom Italiener: Herrlich krosser Boden und zart schmelzender Käse. Damit Ihr solch eine Pizza zu Hause selber zubereiten könnt, braucht Ihr nur einen Pizzastein und einen Grill. Doch wie benutzt man einen Pizzastein auf dem Grill? Ganz einfach: Heizt den Grill ordentlich hoch – auf ca. 250 °C bis 300 °C. Legt den Pizzastein mittig auf Euren Grill und lasst ihn dort für 15 – 20 Minuten heiß werden. In der Zwischenzeit könnt Ihr Euren selbstgemachten Pizzateig nach Lust und Laune belegen. Der Pizzaboden sollte mit etwas Mehl bestäubt werden. Dann legt die Pizza auf den Stein und lasst sie ca. 5 – 10 Minuten backen. Sobald die Pizza auf dem Stein liegt, regelt Ihr die Temperatur etwas runter.

14. Zwei Temperaturzonen – wie funktioniert indirektes Grillen?

Beim Grillen bietet es sich an, mit zwei Temperaturzonen zu arbeiten: Einem Bereich mit hoher Hitze, damit das Fleisch eine schöne, braune Kruste erhält und einem zweiten Bereich mit geringer Hitze zum Garziehen. Diesen zweiten Bereich nennt man Grillen mit indirekter Hitze. Beim Grillen mit Holzkohle könnt Ihr diesen Bereich einfach schaffen, indem Ihr die Kohle so verteilt, dass in einem Bereich viel und im anderen Bereich wenig Kohle liegt. Beim Gasgrill kann man einfach die Gaszufuhr der Brenner entsprechend regulieren.

15. Tschüss Alufolie: Grillpäckchen mit Maiskolben- oder Bananenblättern

Statt mit Alufolie lassen sich Gemüse, Grillkäse & Co. auch prima in Maiskolben- oder Bananenblätter wickeln. Einfach Grillgut würzen, in die Blätter wickeln, mit Faden festbinden, mit etwas Öl bepinseln und auf den heißen Grillrost legen. Nach 15 – 20 Minuten sind die Päckchen fertig.

16. Der richtige Durstlöscher

Bier und Grillen wird meist in einem Atemzug genannt. Besonders gut passt dunkles Bier wie z.B. Schwarzbier oder Dunkler Bock zu Rind, Lamm oder Wild. Schenkt Euch ein Glas Pale Ale ein, wenn Ihr gegrillte Pute oder Fisch esst. Wurst, gegrillte Pilze und Thunfisch harmonieren gut mit einem Hellen.

Übrigens: Wer brennendes Fleisch bis jetzt immer mit Bier gelöscht hat, sollte das in Zukunft lieber bleiben lassen und das Fleisch einfach kurz vom Rost nehmen. Denn zum einen wird dadurch die Marinade abgewaschen und zum anderen kann eine gesundheitsschädigende Rauchwolke aufsteigen. Statt Fleisch mit Bier zu löschen, kann es lieber darin vorab mariniert werden.

17. Süße Desserts vom Grill

Als süßer Abschluss des Grillabends schmecken frische Früchte vom Grill besonders gut. Prima eignen sich zum Beispiel süßes Obst wie Ananas, Nektarine, Melone oder Pfirsich. Die Früchte am besten in eine Aluschale legen und mit etwas braunem Zucker bestreuen. Der Zucker karamellisiert und bildet eine leckere Kruste. Dazu schmeckt Eis oder Joghurt mit Honig. Habt Ihr schon einmal Bananen gerillt? Dazu lasst Ihr die Bananen in der Schale, ritzt diese nur längs ein und spickt sie mit Schokolade. Die Banane könnt Ihr über niedriger Hitze grillen, so dass sie leicht matschig wird und die Schokolade schmilzt.

Leckere Grill-Rezepte mit Fleisch, Gemüse und Käse, sowie tolle Beilagen zum Grillen findet Ihr hier. Genauso, wie die perfekten Grillgewürze und schnelle Ideen für köstliche Grillbutter.

Empfohlene Beiträge

Einen Kommentar hinterlassen