Was ist Bourbon Vanille?

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Echte Bourbon Vanille zählt zu den kostbarsten Gewürzen der Welt und gilt oft als „Königin der Gewürze“. Obwohl sie ursprünglich aus Mittelamerika stammt, wächst sie heute in vielen tropischen Regionen der Welt. Die Vanillepflanze ist eine fleischige Orchidee, die bis zu 15 Meter an Bäumen oder Stützpflanzen emporrankt. Da fernab ihrer eigentlichen Heimat die natürlichen Bestäuber wie Kolibris fehlen, werden die Blüten der Orchidee zumeist per Hand – zum Beispiel mit einer Feder oder einem Bambusstäbchen – befruchtet. Auch nach der Ernte wird die Vanille extrem aufwändig getrocknet und weiterverarbeitet, was ihren hohen Preis erklärt.

Warum heißt sie so?

Im 19. Jahrhundert brachten die Franzosen die Vanille auf verschiedene Inseln im Indischen Ozean – unter anderem nach Madagaskar und die nicht weit entfernte Insel La Réunion, die damals und auch heute noch als „Île Bourbon“ bezeichnet wird. Daher stammt der Name Bourbon-Vanille.

Wie schmeckt Bourbon-Vanille?

Die weichen, dunkelbraun glänzenden Vanilleschoten entfachen ein wahres Geschmacksfeuerwerk mit verschiedensten aromatischen Nuancen auf der Zunge. Vanille schmeckt blumig-würzig und gleichzeitig ein wenig nach Sahne und Karamell. Kein Wunder, dass ihr liebliches Aroma an süße Köstlichkeiten aus der Kindheit – zum Beispiel an Omas Vanillepudding – erinnert. Ausschlaggebend für den Geschmack ist vor allem das Vanillin, dessen Gehalt in echter Bourbon-Vanille besonders hoch ist.

Wozu passt sie?

Mit edler Bourbon-Vanille lassen sich sämtliche Süßspeisen aromatisch verfeinern – ob Desserts wie Creme Brulée oder Bayerische Creme, ob Milchreis, Grießbrei, Eiscreme, Plätzchen, Kuchen oder Torten. Was viele nicht wissen: Vanille lässt sich auch in der herzhaften Küche einsetzen und verleiht hellem Fleisch oder Fisch – zum Beispiel Lachs oder Meeresfrüchten – eine interessante, delikate Note. Einfach mal ausprobieren!

Wie wird Bourbon-Vanille verwendet?

Vanilleschoten bestehen aus der Hülle und dem schwarzen, feuchten Mark. Dieses lässt sich auskratzen und zur Aromatisierung von Süßspeisen, Soßen oder Teigspeisen verwenden – gerne in der Kombination mit Sahne, Milch oder Eiern. Besonders beliebt ist auch Vanillezucker, der sich ganz einfach selbst machen lässt. Dazu eine oder zwei ganze Schoten in ein gut verschlossenes Glas mit Zucker legen. Nach drei bis vier Wochen hat der Zucker das Aroma angenommen. Wird er immer wieder nachgefüllt, lässt sich eine Schote mehrere Jahre lang zur Aromatisierung nutzen.

Welche Varianten gibt es?

Alternativ zur ganzen Schote kann man auch auf Vanillepulver oder gemahlene Bourbon-Vanille zurückgreifen. Bei der gemahlenen Variante werden auch die Kapselhüllen mitverarbeitet, so dass sie deutlich intensiver im Geschmack ist als Vanillepulver, für welches nur die Samen verwendet werden. Damit ihr feines Aroma erhalten bleibt, sollte Bourbon-Vanille immer in einem luftdichten Behälter aufbewahrt werden. Dies gilt auch für Pulver und gemahlene Bourbon-Vanille, welche im Vergleich zur Schote den Vorteil haben, dass sie sich besser dosieren lassen.

Wie kann ich Bourbon-Vanille ersetzen?

Da Vanille sehr beliebt und gleichzeitig sehr teuer war, haben Lebensmittelchemiker Ende des 19. Jahrhunderts einen künstlichen Ersatz entwickelt: das Vanillin. Doch während echte Vanille zart und lieblich im Geschmack ist, wirkt die preiswerte künstliche Variante eher aufdringlich und hat einen penetranten Nachgeschmack. Genießer und Kochprofis bevorzugen daher immer echte Bourbon-Vanille – ob fein gemahlen oder als ganze Schote.

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