Was ist Kreuzkümmel?

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Kreuzkümmel – auch Cumin, Kumin, Mutterkümmel, Römischer Kümmel, Weißer Kümmel oder Welscher Kümmel genannt – ist ein Gewürz und natürliches Heilmittel aus der orientalischen Küche.

Für das Gewürz werden die getrockneten Früchte der gleichnamigen Pflanze aus der Familie der Doldenblütler verwendet. Der Name „Kreuzkümmel“ kommt von dem kümmelähnlichen Aussehen der getrockneten Früchte und der kreuzförmigen Blattstellung der Pflanze. Das Gewürz wurde schon im Alten Ägypten und in der ayurvedischen Küche als Heil- und Gewürzpflanze verwendet. Heute findet es vor allem in der Küche des Nahen Ostens, Nordafrikas, des Irans und Indiens Verwendung.

Was ist der Unterschied zwischen Kümmel und Kreuzkümmel?

Kümmel und Kreuzkümmel scheinen optisch sehr ähnlich, es gibt jedoch erhebliche Unterschiede zwischen den beiden Gewürzen. Die Samen des Kreuzkümmels sehen fast wie die des Echten Kümmels (Carum carvi) aus. Dazu gehören Kümmel und Kreuzkümmel beide botanisch zur Familie der Doldenblütler. Allerdings unterscheiden sie sich geschmacklich sehr deutlich: Kreuzkümmel schmeckt scharf und intensiv und Kümmel eher mild.

Kreuzkümmel findet vor allem in der Orientalischen Küche Verwendung, Kümmel ist in Europa ein besonders beliebtes Gewürz. Beiden Gewürzen wird eine verdauungsfördernde Wirkung nachgesagt. Hierzulande wird besonders Kümmel gerne mit schwerverdaulichen Lebensmitteln wie Kohl oder eher fettreichen Gerichten kombiniert.

Ist Kreuzkümmel und Kurkuma das gleiche?

Nein, denn Kreuzkümmel und Kurkuma sind zwei vollig unterschiedliche Gewürze. Gemeinsam haben sie die Verwendung in der Orientalischen Küche. Beide sind u.a. Bestandteil von Curry-Mischungen. Kreuzkümmel trägt vor allem zum Geschmack und Kurkuma zur gelben Farbe von Curry Gewüzmischungen bei.

Ist Kreuzkümmel das gleiche wie Schwarzkümmel?

Nein, denn Schwarzkümmel – mit lateinischem Namen „Nigella sativa“ – ist weder mit dem Kreuzkümmel botanisch verwand, noch haben die beiden Gewürz in ihrem Aussehen oder im Geschmack irgendwelche Gemeinsamkeiten. Schwarzkümmel gehört botanisch zur Familie der Hahnenfußgewächse – der sogenannten Ranunculaceen und stammt ursprünglich aus dem südöstlichen Mittelmeerraum und Asien. So wird Schwarzkümmel zum Beispiel in der Türkei traditionell zum Verfeinern des landestypischen Fladenbrotes verwendet und ist Bestandteil der asiatischen Gewürzmischung Panch Phoron.

Herkunft: Wo kommt Kreuzkümmel her?

Schon 3000 v. Chr. wurde Kreuzkümmel im Alten Ägypten und im Mittelmeerraum als Gewürz und Heilpflanze verwendet. Im Mittelalter wurde die heilende Wirkung auch in Europa verbreitet, wo es u.a. als natürliches Heilmittel gegen Verdauungsbeschwerden Anwendung fand. Heute wird das Gewürz u.a. in Indien, Iran, Indonesien, China und im südlichen Mittelmeerraum angebaut.

Wie schmeckt Kreuzkümmel?

Kreuzkümmel hat einen kräftigen, würzigen Geschmack mit einer leicht bitteren und scharfen Note. Das orientalische Gewürz duftet dazu sehr intensiv, bittersüß und holzig-erdig. Durch das Erhitzen während des Kochens werden die Aromen noch intensiver. Man sollte Kreuzkümmel also durchaus sparsam verwenden. Das Gewürz ist im Handel in ganzen Samen oder fein gemahlen erhältlich. Frischer, gemahlener Kreuzkümmel schmeckt am intensivsten. Vorher sollten die ganzen Samen allerdings geröstet werden, damit sie ihr volles Aroma entfalten können.

Wie verwendet man Kreuzkümmel?

Kreuzkümmel ist eines der wichtigsten Gewürze in der indischen und orientalischen Küche. So darf es bei der Zubereitung von zum Beispiel Falafel, Hummus und Schmorgerichten aus der Tajine ebenso wenig fehlen wie bei der Zubereitung von Garam Masala, Currys & Co. In der heimischen Küche lassen sich damit Gemüsepfannen und Frikadellen exotisch verfeinern. Das Gewürz ist fein gemahlen als Pulver erhältlich, man kann den getrockneten Samen aber auch ganz verwenden.

Was kann ich statt Kreuzkümmel als Ersatz nehmen?

Der einmalige Geschmack von Kreuzkümmel ist schwer mit anderen Gewürzen zu ersetzen. Allerdings kann man sich ihm annähern. 1 TL Kreuzkümmel kann durch ½ TL Kümmel mit einer Prise Anis ersetzt werden. Kreuzkümmel und Kümmel sind botanisch verwandt. Allerdings ist Kümmel bei weitem nicht so scharf und schmeckt milder. Kombiniert mit etwas Anis geht es aber geschmacklich in eine ähnliche Richtung.

Welche Wirkung hat Kreuzkümmel?

Kreuzkümmel werden vielerlei gesundheitsfördernde Eigenschaften nachgesagt und manche sprechen sogar von einem „Wundergewürz“. Es soll u.a. verdauungsfördernd und entzündungshemmend wirken. Darüber hinaus soll es bei Diabetes und auch beim Abnehmen helfen. Seit Jahrtausenden wird Kreuzkümmel deshalb bereits in der indischen Heilkunde Ayurveda verwendet. Aber auch in Europa, weiß man die positiven Eigenschaften des Gewürzes heutzutage zu schätzen. Für eine einfachere Dosierung gibt es Kreuzkümmel daher auch mittlerweile auch in Tablettenform, als Kapseln oder als Kreuzkümmelöl.

Welche Inhaltsstoffe machen Kreuzkümmel so gesund?

  • Sekundäre Pflanzenstoffe: Sekundäre Pflanzenstoffe haben nachweislich eine antioxidative Wirkung und schützen unsere Zellen. Darüberhinaus wirken sie antibakteriell, entzündungshemmend und haben einen positiven Einfluss auf den Blutdruck und den Fettstoffwechsel.
  • Ätherische Öle: Kreuzkümmel besteht aus bis zu 6 % aus ätherischen Ölen. Diese sorgen u.a. für die Anregung der Produktion der Verdauungssäfte und damit für eine bessere Verdauungsleistung und Verträglichkeit der Speisen.
  • Mineralstoffe und Vitamine: Kreuzkümmelsamen enthalten bsonders viel Eisen, Calcium, Magnesium und Zink sowie mehrere B-Vitamine und Vitamin E, A und C, die alle drei antioxidativ wirken.

Kreuzkümmel und Verdauung

Das Gewürz enthält bis zu 6 % ätherische Öle mit dem Hauptbestandteil Cuminaldehyd. Das Cuminaldehyd regt die Produktion der Verdauungssäfte wie zum Beispiel Speichel, Magen- und Gallensaft an und fördert damit die Verdauung. Auf diese Weise werden auch Blähungen vorgebeugt. Deshalb würzt man mit Kreuzkümmel vor allem speisen mit Hülsenfrüchten, die daurch deutlich verträglicher werden.

Kreuzkümmel und Verstopfungen

Auch bei Verstopfungen findet Kreuzkümmel als Hausmittel Anwendung, denn das Gewürz stimuliert die Bewegung des Darms und hilft damit auch bei Blähungen und Unwohlsein.

Kreuzkümmel und Abnehmen

In Kombination mit einer ausgewogenen Ernährung, einem gesunden Lebensstil und ausreichend sportlicher Betätigung soll Kruezkümmel durch seinen positive Wirkung auf den Verdauungstrakt auch beim Abnehmen helfen.

Kreuzkümmel und Diabetes

Studien sollen belegen, dass die regelmäßige Einnahme von Kreuzkümmelöl nachweislich die Blutzucker-, Insulin- und HbA1c-Wert von Diabetes-Patienten senken kann.

Kreuzkümmel und Athrose

Kreuzkümmel wird in Kombination mit Muskat und Koriander eine Beschwerdelinderung bei Athrose nachgesagt. Die ätherischen Öle der Gewürze sollen die Gelenksentzündungen hemmen, die Durchblutung der Gelenke verbessern und Schmerzen lindern. Täglich soll man morgens und abends je eine Messerspitze Kreuzkümmel, geriebene Muskatnuss und Koriander mit etwas Joghurt mischen und verzehren.

Wie soll man Kreuzkümmel einnehmen?

Neben der Anwendung als Gewürz in der Küche, können Kreuzkümmelsamen bei Magen-Darm-Beschwerden auch pur gekaut werden. In der indischen Heilkunde Ayurveda wird empfohlen, die gemahlenen Kreuzkümmelsamen mit etwas Honig zu mischen und auf leeren Magen am Morgen zu sich zu nehmen. Aus den Samen kann man aber auch einen Tee zubereiten.

  • Kreuzkümmeltee zubereiten: Einen Teelöffel Kreuzkümmelsamen in 200 ml Wasser geben und bringen und die Mischung zum Kochen bringen. Sobald der Teesud sich braun färbt, nehmen Sie den Topf vom Herd. Gießen Sie den Teesud durch ein Sieb und lassen Sie den Tee etwas abkühlen.

Kreuzkümmel kaufen

Kreuzkümmel gibt es bei uns im Online Shop als ganze Samen oder fein gemahlen als Pulver:

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