Was ist Koriander?

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Man liebt ihn, oder man hasst ihn! Kaum ein anderes Kraut spaltet die Meinung so sehr wie Koriander. Doch dabei spielt es eine große Rolle, ob man zur Koriandersaat oder zum frischen Koriander greift. Denn während sich die Koriandersamen großer Beliebtheit im Weihnachtsgebäck oder in Brotmischungen erfreuen, werden die frischen Blätter meist ungeliebt in Currys oder Suppen aufgrund des seifigen Geschmacks auf den Tellerrand geschoben. Doch vielleicht sollte man sich seine Ablehnung gegen Koriander noch mal durch den Kopf gehen lassen: Denn die Pflanze ist vielseitig einsetzbar und zudem ganz schön gesund.

Wie schmeckt frischer Koriander?

Für die einen hat Koriander eine würzige Frische und für die anderen ein seifiges Aroma. Wisst Ihr, warum einige Menschen finden, dass Koriander nach Seife schmeckt? Eine Studie hat gezeigt, dass das an einem bestimmten Gen liegt. Also hat die Abneigung gegen das Kraut oftmals weniger mit dem persönlichen Geschmack zu tun, als viel mehr mit genetischen Faktoren

Wer kein Fan des frischen Krauts ist und aus Versehen zu viel genommen hat, kann den Koriandergeschmack neutralisieren, indem das Essen noch etwas länger gekocht wird – sofern das Gericht die Garzeit übersteht.

Der Geschmack von Koriandersamen hingegen ist zitrusartig mit einer herben Frische. Sie werden als ganzes Korn oder als Pulver in warmen und kalten Speisen verwendet.

Der Unterschied zwischen Koriandersaat und Koriander

Koriander gibt es als frische bzw. getrocknete Blätter zu kaufen, oder in Form von den getrockneten Früchten, die Koriandersaat genannt werden. Während die Blätter nicht ganz so beliebt sind, da ihr Geschmack häufig als seifig empfunden wird, findet man Koriandersamen u.a. in Weihnachtsgebäck, Curry-Mischungen oder auch im Brotgewürz. Geschmacklich ist das Kraut mit der Saat nicht zu vergleichen.

Ist Petersilie und Koriander das Gleiche?

Obwohl Koriander auch arabische Petersilie bzw. asiatische Petersilie genannt wird, haben die beiden Gewürzpflanzen nicht viel miteinander gemeinsam. Sie kommen aus unterschiedlichen Teilen der Welt (Petersilie kommt aus Westasien und Koriander aus Südeuropa und dem östlichem Mittelmeer) und auch geschmacklich sind beide gut voneinander zu unterscheiden. Während die Petersilie als mild mit leichten Grasnuancen beschrieben wird, ist Koriander schärfer und aromatischer. Nur beim Aussehen können sie miteinander verwechselt werden. Am besten einfach kurz daran riechen.

Wie kann man Koriander ersetzen?

Möchte man lediglich eine hübsche grüne Dekoration auf seinem Teller haben, kann statt Koriander auch Blattpetersilie verwendet werden. Wer allerdings nach einer Alternative sucht, die ähnlich schmeckt wie Koriander, sollte einen Kräutermix aus Petersilie, Dill und Estragon versuchen. Gemahlenen Koriander einfach mit frischem zu ersetzen funktioniert leider nicht, da die beiden sehr unterschiedliche Geschmacksnoten haben. Einen direkten Korianderersatz gibt es nicht. Ein ungefährer Ersatz für Koriandersaat wären z.B. Fenchelsamen oder Kreuzkümmel.

Wofür verwendet man Koriander?

Kochen mit Koriander ist absolute Vielfalt, denn Koriander kann ganz verwendet werden – sprich die Blätter und die Samen. Je nachdem, für welchen Teil des Krautes man sich entscheidet, können mit Koriander weihnachtliche Kekse oder aromatische Currys verfeinert werden.

Rezepte mit Koriander gibt es viele. Echter Koriander wird hauptsächlich in asiatischen, oder auch lateinamerikanischen Gerichten verwendet, wie z.B. in Suppen, Eintöpfen oder auch Salaten – egal, ob vegetarisch, zu Fisch oder Fleisch. Frischen Koriander gibt man am besten erst am Ende der Garzeit ins Essen.

Rezepte mit Koriandersaat sind sehr beliebt. So sind sie in gemahlener Form häufig Bestandteil von Weihnachtsgewürzen, Brotgewürzen oder auch Curry-Mischungen.

Die Koriandersamen sind leicht zu verarbeiten. Denn Koriandersamen können roh (getrocknet) gegessen werden, indem sie ganz ins Essen gegeben werden, oder vorher im Mörser zerstoßen werden. Koriandersamen vertragen zudem viel Hitze und entwickeln einen intensiveren Geschmack, wenn sie vorher in Öl angeröstet werden.

Kleiner Tipp: Wer sich eine Korianderpflanze zugelegt hat, kann die Blätter ernten und sie haltbar machen, in dem man den frischen Koriander einfriert. Beim Pflanzen solltet Ihr auf ausreichend Platz achten, denn der Korianderstrauch kann bis zu 90 Zentimeter groß werden.

Ist Koriander gesund?

Koriander gilt als Gewürz- und Heilpflanze und dabei werden sowohl den Blättern als auch den Koriandersamen positive Wirkungen zugesprochen. Während es beim Würzen in Currys oder Suppen gegeben wird, kann es als Heilkraut bei Appetitlosigkeit, Schlafstörungen oder auch Rheuma lindernd wirken.

Auch stecken jede Menge Vitamine im Koriander. Besonders zahlreich sind die B-Vitamine sowie Vitamin A enthalten.

Wer keinen Koriander mag, sollte sich das aufgrund dieser vielen positiven Eigenschaften doch noch mal überlegen, denn Koriander ist ganz schön gesund! Koriander hat keine Nebenwirkungen und kann auch nicht überdosiert werden.

Übrigens: Der vietnamesische Koriander ist nicht mit dem echten Koriander verwandt. Doch auch dem vietnamesischen Koriander wird eine Heilwirkung nachgesagt. In Vietnam und Malaysia wird er bei Verdauungsbeschwerden, Hautunreinheiten oder auch bakteriellen Infektionen eingesetzt.

Wo kann man Koriandersamen kaufen?

In unserem Online-Shop findet Ihr gleich drei Koriander-Produkte: Ganze Koriandersaat, Koriandersaat gemahlen und Korianderblätter getrocknet. Mit unseren hochwertigen Gewürzen könnt Ihr Euren Currys, Suppen oder auch Wok-Gerichten den unverwechselbaren Geschmack von Koriander verleihen.

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