Was ist Galgant?

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Galgant oder auch Galangal zählt botanisch zu den Ingwergewächsen. Ursprünglich stammt die Pflanze, von der sich nur die Wurzelstöcke verwenden lassen, aus Südostasien. In der Küche eingesetzt wird vor allem der Große Galgant, der sich durch ein weißes Fleisch unter einer dünnen, bräunlichen Haut auszeichnet. Vor allem für die Fans asiatischer Speisen ist die Wurzel eine echte Bereicherung. Ihr kleiner Bruder, der Kleine Galgant, findet vor allem als Heilpflanze Verwendung. Galgant ähnelt dem Ingwer, hat aber durchaus einen eigenen Charakter.

Wonach schmeckt Galgant?

Der Große Galgant hat nicht nur optische, sondern auch geschmackliche Parallelen zur Ingwerknolle. Er besitzt jedoch ein feineres und ausgewogeneres Aroma. Frischer Galgant duftet nach Zitrusfrüchten mit einer leichten Note von Tannennadeln. Er kombiniert ein süßliches Aroma mit einer frischen, pfeffrigen Schärfe und einer leicht säuerlichen Note. Galgantpulver charakterisiert sich außerdem durch eine angenehme Zimtnote.

Wozu passt Galgant?

In Thailand, Malaysia, Indonesien und Singapur ist Galgant zum Teil noch beliebter als die verwandte Ingwerknolle und ein unentbehrliches Gewürz. Verwendung findet er zum Beispiel in der bekannten thailändischen Suppe Tom Kha Gai und sowie in Thai-Curries. Der würzige Galgant sollte in keiner Sauce auf Kokosmilchbasis fehlen. Auch aus Nasi Goreng ist er nicht wegzudenken. Frischer Galgant lässt sich ebenso einsetzen wie Ingwer – beispielsweise in Wok- und Reisgerichten, Suppen, exotischen Salaten oder auch in Süßspeisen. Ebenso passt er gut zu Rezepten mit Kartoffeln und Kürbis, Fisch und Fleisch. Nicht zuletzt zählt Galgant zu den festen Bestandteilen vieler Gewürzmischungen – zum Beispiel in der marokkanischen Mischung Ras el Hanout. Galgantpulver verleiht mit seiner leichten Zimtnote auch Lebkuchen oder Kräuterlikören ein besonderes Aroma.

Wie lässt sich Galgant verwenden?

Galgant wird hierzulande vor allem in getrockneter und pulverisierter Form angeboten. In Asia-Läden findet man das Gewürz aber manchmal auch als frische Wurzel. Frischen Galgant kann man einfach mit dem Sparschäler schälen und dann hacken, reiben oder in dünne Scheiben oder Stifte schneiden. Galgantpulver bedarf keiner Vorbereitung und wird einfach im Laufe des Garvorgangs zugegeben.

Woher stammt Galgant?

Ursprünglich stammt der Galgant aus den Tropen Südostasiens. In Malaysia und auf den Molukken wächst er einerseits wild und wird andererseits auch als auch in Kulturen angebaut. Die in Europa erhältlichen Knollen stammen teilweise aus Thailand. Während Galgant heutzutage eher selten in den heimischen Gewürzregalen zu finden ist, zählte er im Mittelalter auch hierzulande zu den beliebten Gewürzen. Bereits im neunten Jahrhundert kam er auf den europäischen Kontinent, wo er als Ersatz für den kaum erschwinglichen Pfeffer genutzt wurde. Als der Pfeffer gegen Ende des Mittelalters bezahlbar wurde, verschwand der Galgant wieder aus den heimischen Küchen.

Was ist der Unterschied zwischen Ingwer und Galgant?

Ingwer und Galgant sind botanisch miteinander verwandt. Beide Gewächse gedeihen nur in tropischem Klima. Sowohl Ingwer als auch Galgant sind der Wurzelstock der Pflanzen, die ein unterirdisches Geflecht aus Knollen bilden, in welchen die Nährstoffe gespeichert werden. Auch vom Äußeren und vom Geschmack her sind die beiden Gewürze sich recht ähnlich, wobei sie geschmacklich jedoch ein eigenständiges Profil haben. Frischer Galgant hat wie Ingwer ein wenig Schärfe, schmeckt aber insgesamt etwas milder und süßlich-bitter.

Womit kann man Galgant ersetzen?

In vielen Fällen lässt sich Galgant gut mit frischem Ingwer oder Ingwerpulver ersetzen.

Wie lässt sich Galgant am besten lagern?

Frischen Galgant wickelt man am besten in Folie ein und lagert ihn im Kühlschrank. So beträgt seine Haltbarkeit mehrere Wochen. Galgantpulver sollte man gut verschlossen, kühl und dunkel aufbewahren. Auf diese Weise bleibt das Aroma bis zu einem Jahr erhalten.

Welche gesundheitlichen Wirkungen werden Galgant zugeschrieben?

Schon im zwölften Jahrhundert nach Christus schwor die berühmte Heilerin und Gelehrte Hildegard von Bingen auf die heilenden Kräfte des Galgant. Sie bezeichnete ihn als „Gewürz des Lebens“ und empfahl die Wurzel vor allem bei Herz-, Magen- und Darmleiden. Gemeinsam mit Quendel und Bertram zählte sie Galgant zu den drei wichtigsten Gewürzen überhaupt. Auch heute noch wird die Wurzel aufgrund ihrer krampflösenden, antibakteriellen und entzündungshemmenden Wirkung geschätzt. Am häufigsten wird sie zur Linderung der „3-Sch“ eingesetzt: Schwindel, Schmerzen, Schwäche. Da Galgant die Durchblutung der Schleimhäute anregt und dadurch möglicherweise Fehlgeburten auslösen kann, sollten Schwangere vorsichtshalber auf die würzige Wurzel verzichten.

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