Was ist Cayennepfeffer?

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Sein Name ist irreführend und das in jeder Hinsicht! Denn Cayennepfeffer hat nichts mit Pfeffer zu tun, sondern es handelt sich um feingemahlene Chilischoten der Cayennepflanze. Zudem ist Cayenne der Name einer Hafenstadt in Französisch-Guayana, die aber nicht als Handelshafen für Cayennepfeffer bekannt ist. Daher gibt es über die Herkunft des Namens Cayennepfeffer nur Spekulationen. Aber egal, denn auch so weiß jeder, was Cayennepfeffer bedeutet – nämlich feurige Gaumenfreuden. Er gilt als eines der schärfsten Gewürze der Welt.

Wer sich unsicher bei der Aussprache von Cayennepfeffer ist, beginnt einfach mit einem K und formt beim Y ein IJ im Mund. Das zweite E bleibt stumm.

Wo wächst Cayennepfeffer?

Die Chilis für das Gewürz Cayennepfeffer stammen ursprünglich aus Südamerika. Der Halbstrauch des Nachtschattengewächses wird heute auch in tropischen und subtropischen Regionen wie Afrika und Asien angebaut. Bei den Cayennepflanzen gibt es einige Unterarten. Die einzelnen Cayennepfeffer Sorten unterscheiden sich in Form und Farbe der Blätter und Früchte, aber weniger im Schärfegrad.

Tipp: Wer die Chilipflanzen zu Hause züchten möchte, sollte am besten einen warmen und sonnigen Ort im Haus haben, da sie nicht winterhart sind.

Wie entsteht Cayennepfeffer?

Cayennepfeffer ist ein Gewürz, das aus feingemahlenen Cayenne Chilis sowie anderen Chilisorten hergestellt wird. Damit die Mischung schön scharf wird, werden auch die Schale und Kerne verwendet. Für ein leichtes Raucharoma werden die Schoten teilweise bei der Trocknung geräuchert, daher kann Cayennepfeffer auch unterschiedlich aussehen. Welche Farbe Cayennepfeffer hat, wird also durch die Chilis bestimmt, die im Gewürz zermahlen werden. Meist ist das Pulver eine Mischung aus rot, orange und gelb.

Wer seinen Cayennepfeffer selber herstellen möchte, verwendet dazu entweder selbstgezogene Schoten oder gekaufte Chilis aus dem Supermarkt. Um sie an der Luft zu trocknen, ist es am einfachsten, die Chilis auf eine dünne Schnur zu fädeln. Alternativ können die Schoten auch in den Dörrautomaten oder Backofen gegeben werden. Es sollte darauf geachtet werden, dass die Früchte keine Feuchtigkeit mehr enthalten, bevor sie gemahlen werden.

Wie schmeckt Cayennepfeffer?

Cayennepfeffer gilt als eines der schärfsten Gewürze der Welt. Seine Schärfe ist beißender als die von Chilipulver oder Pfeffer. Gleichzeitig enthält er Aromen, die leicht rauchig und bitter schmecken.

Wer sich fragt, warum Cayennepfeffer so scharf ist: Verantwortlich dafür ist der Inhaltsstoff Capsaicin. Er ist in allen Paprikagewächsen enthalten – mal mehr und mal weniger. Wie scharf die Chili ist, kann anhand der Scoville Scala gemessen werden. Der Scoville Grad bei einer Gemüsepaprika liegt bei 0-10. Cayennepfeffer hingegen hat 30.000-50.000 Scoville Einheiten. Also je mehr vom Capsaicin in Chilis enthalten ist, desto schärfer sind sie.

Was ist der Unterschied zwischen Pfeffer und Cayennepfeffer?

Da beide Gewürze den Namen Pfeffer tragen, könnte man meinen, dass sie miteinander verwandt sind – sind sie aber nicht. Denn während der klassische Haushaltspfeffer aus der Frucht eines Pfeffergewächses stammt, wird Cayennepfeffer aus gemahlenen Chilis der Chilisorte Cayenne gewonnen. Auch die Inhaltsstoffe, die für eine pfeffrige Schärfe sorgen, sind unterschiedlich. Im Cayennepfeffer bzw. in allen Paprika-Arten befindet sich der Inhaltsstoff Capsaicin und im Pfeffer Piperin. Ein weiterer Unterschied zwischen den beiden Gewürzen ist, dass Cayenne wesentlich schärfer ist als schwarzer, grüner, weißer oder roter Pfeffer.

Was ist der Unterschied zwischen Chilipulver und Cayennepfeffer?

Cayennepfeffer und Chili sind das Gleiche. Denn Cayennpfeffer wird aus Chilis hergestellt. Chilipulver hingegen bezeichnet eine Mischung, die aus mehreren Gewürzen zusammengestellt wird. Neben Chilis können z.B. auch Kreuzkümmel, Knoblauch, Nelken und Zimt enthalten sein. Wer nicht nur die reine Schärfe im Essen benötigt, kann mit Chilipulver ein feuriges Geschmackserlebnis kreieren. Die Gewürzmischung wird gerne in Eintöpfen wie z.B. Chili con Carne oder der vegetarischen Alternative Chili sin Carne verwendet.

Gibt es eine Cayennepfeffer Alternative?

Wer Cayennepfeffer ersetzen möchte, kann ein ähnliches Aroma mit einer Mischung aus Pfeffer und Paprika erzielen. Wem das noch nicht scharf genug ist, nimmt am besten Chiliflocken als Cayennepfeffer Ersatz.

Wie gesund ist Cayennepfeffer?

Cayennepfeffer ist sehr gesund. Bereits die Azteken sollen die Heilwirkung der Chilis genutzt haben. Es verleiht den Gerichten nicht nur eine feurige Schärfe, sondern kann durch die entstehende Hitze Schmerzen mildern und gleichzeitig werden glücklich-machende Endorphine im Körper freigesetzt.

Eine weitere Cayennepfeffer Wirkung ist, dass das enthaltene Capsaicin die Magensäureproduktion anregt. Deshalb kann Cayennepfeffer auch beim Abnehmen helfen, da die Schärfe die Verdauung des Körpers ankurbelt. Zudem ist in den Chilis viel Vitamin C enthalten.

Mit einem ungeübten Magen sollte man aber nicht zuviel Cayennepfeffer am Tag essen. Denn zuviel Schärfe kann Übelkeit, Kreislaufbeschwerden und Erbrechen auslösen.

Für was wird Cayennepfeffer verwendet?

Cayennepfeffer kann überall dort verwendet werden, wo man eine feurige Schärfe erzielen möchte. Er passt zu Fleischgerichten, Fisch und Gemüse gleichermaßen. Auch im Nachtisch sorgt er für einen extra Kick. Besonders gut harmoniert das Gewürz mit Schokolade oder Früchten wie Pfirsich und Banane.

Bei der Cayennepfeffer Dosierung sollte eher Vorsicht geboten sein, da die Gewürzmischung als eine der schärfsten der Welt gilt. Meist reicht schon eine Prise aus.

Tipp: Cayennepfeffer sollte erst ein paar Minuten vor Ende der Garzeit ins Essen gegeben werden, da er beim Kochvorgang bitter werden kann.

Was tun, wenn man zuviel Cayennepfeffer ins Essen gegeben hat?

Zwischen „kann noch ein bisschen mehr Feuer vertragen“ und „jetzt ist es unerträglich scharf im Mund“ liegt manchmal nur ein Viertel Teelöffel. Um Cayennepfeffer im Essen zu neutralisieren, helfen am besten Milchprodukte – wegen des enthaltenen Kaseins. Einfach nur Flüssigkeit hinzugeben, reicht leider meist nicht aus. Daher gibt man in Suppen und Soßen am besten etwas Sahne oder Milch zu. Auch Butter kann die Schärfe neutralisieren. Sind Dips oder Nachspeisen zu scharf geraten, kann man auch hier mit ein paar Milchprodukten wie Joghurt und Crème fraîche nachhelfen.

Wer zu viel Cayennepfeffer gegessen hat, kann ein Glas Milch trinken oder trockenes Brot essen. Das hilft meist am besten, um den brennenden Schmerz auf der Zunge zu lindern.

Natürlich können auch Veganer Schärfe im Essen neutralisieren. Als Milchalternative funktionieren Kokosmilch, Avocadopüree oder Erdnussbutter. Gegen das Brennen auf der Zunge hilft bei Einigen das Lutschen eines Zuckerwürfels.

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