Was ist Langer Pfeffer?

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Über Jahrhunderte war Langer Pfeffer hierzulande fast in Vergessenheit geraten. Heute wird er jedoch wieder in der gehobenen internationalen Küche als exotisches Gewürz geschätzt. Anders als andere Pfeffersorten besteht er nicht aus Körnern, sondern aus kleinen Zapfen, die an Birkenkätzchen erinnern. Diese kleinen Stangen sind rund drei Zentimeter lang, woraus sich der Name Langer Pfeffer ableitete. Manchmal wird der Langpfeffer jedoch auch als Stangenpfeffer, Schokoladenpfeffer, Balinesischer Pfeffer, Jaborandi Pfeffer oder Bengalischer Pfeffer bezeichnet. In der Küche ist er ein echter Allrounder, der vielseitig einsetzbar ist.

Wonach schmeckt Langer Pfeffer?

Langer Pfeffer kennzeichnet sich durch verschiedenste gut ausbalancierte Aromen und Geschmacksnuancen. Zunächst schmeckt er stark nach Pfeffer, was dann jedoch von einer leicht betäubenden, prickelnden Schärfe abgelöst wird. Im Abgang geht er in ein süßliches, warmes und leicht schokoladiges Aroma über, wohingegen sein Nachgeschmack wieder eher rauchig und kräftig ist. Interessant ist, dass langer Pfeffer an Schärfe zunimmt, je feiner er gemahlen wird.

Wozu passt Langer Pfeffer?

Langpfeffer ist ein wahrer Alleskönner, der unvergleichliche Geschmackserlebnisse offenbart. Es gibt kaum ein Lebensmittel, Kräuter oder Gewürz, mit dem er sich nicht kombinieren lässt. Besonders gut harmoniert er jedoch mit Petersilie, Schnittlauch, Ingwer, Zitronengras oder Limette. Stangenpfeffer verleiht Saucen, Marinaden, herzhaften Suppen, Eintöpfen, Pasta oder gedünsteten Gerichten eine besondere Note. Grob gestoßen ist er zudem ein idealer Begleiter für Lamm, Wild oder geräucherten Fisch. Langer Pfeffer eignet sich ideal zum Braten, da er dort seine volle Schärfe und Süße entfalten kann. Die Pfefferstangen sind darüber hinaus Bestandteil vieler Gewürzmischungen – zum Beispiel im marokkanischen Ras el Hanout, in Currymischungen oder Gewürzkombinationen für Steaks und anderes Grillfleisch.

Wie lässt sich Langer Pfeffer verwenden?

Auch in der Verwendung ist Langer Pfeffer extrem vielseitig. Weil er sein Aroma langsam und konstant abgibt, eignet er sich hervorragend für Gerichte, die lange gegart werden. Dabei kann man die streichholzlangen Stangen als Ganzes mitgaren lassen. In diesem Fall saugen sich die Pfefferstangen mit Wasser voll, weichen auf und verlieren dadurch etwas an Schärfe. Trotzdem sollte man Langpfeffer immer sparsam verwenden. Alternativ lässt sich er im Mörser mahlen oder direkt aus der Mühle über die Speisen rieseln – entweder direkt beim Garen oder später bei Tisch. Frisch gemahlen kommt sein einzigartiges Aroma am besten zur Geltung. Vor dem Mahlen in der Mühle sollte er jedoch in kleine Stücke zerteilt werden.

Woher stammt langer Pfeffer?

Langer Pfeffer war die erste in Europa bekannte Pfefferart. Er wurde von Alexander dem Großen im dritten Jahrhundert vor Christus von einem Indien-Feldzug mitgebracht. Die Griechen und Römer schätzten ihn ebenso als Gewürz wie als Heilmittel und importierten ihn in riesigen Mengen. Im 17. Jahrhundert genoss der Lange Pfeffer große Beliebtheit, obwohl er teurer als andere Pfeffersorten war, die immer zahlreicher aus Südamerika nach Europa gebracht wurden. Diese verdrängten ihn schließlich aus den Küchen Europas, wo er erst langsam von Spitzenköchen und Liebhabern wiederentdeckt wird. Ursprünglich stammt der Stangenpfeffer aus dem Süden Indiens, von der Halbinsel Dekkan, wo er auch heute noch angebaut wird.

Was ist der Unterschied zwischen Langem Pfeffer und normalem Pfeffer?

Im Vergleich zu herkömmlichem Pfeffer schmeckt Langpfeffer süßlicher und gleichzeitig schärfer. Seine Schärfe liegt darin begründet, dass er etwa sechs Prozent mehr Piperin enthält als andere Sorten. Seine Geschmacksnuancen sind viel facettenreicher.

Womit kann man Langpfeffer ersetzen?

Langpfeffer lässt sich durch andere, am besten etwas schärfere Pfeffersorten ersetzen. Sie sind jedoch kein hundertprozentiger Ersatz, da der Stangenpfeffer über typische, extrem komplexe Geschmacksnuancen verfügt.

Welche gesundheitlichen Wirkungen werden Langpfeffer zugeschrieben?

Die hohe Menge an Piperin sorgt dafür, dass der Langpfeffer vielerlei gesundheitsfördernde Wirkungen hat, denn der Scharfmacher regt den Speichelfluss und die Verdauung an. Schon die alten Griechen schätzten den Stangenpfeffer daher als Heilmittel, lange bevor er als Gewürz an Beliebtheit gewann. Die berühmte mittelalterliche Heilerin Hildegard von Bingen erkannte die gesundheitlichen Vorteile von Langpfeffer. Auch in der Ayurvedischen Küche, in der er als Verjüngungsmittel angesehen wird, spielt er eine wichtige Rolle. Hier schätzt man seine nervenstimulierende, herzstärkende, entzündungshemmende und krampflösende Wirkung. Gemeinsam mit etwas Honig soll er bei der Abnahme helfen, in Milch eingerührt gilt er als Energie-Booster.

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