Was ist Safran?

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Safran gilt als das teuerste Gewürz der Welt. Die kleinen, tiefroten Safranfäden werden aus dem im Herbst blühenden Safrankrokus gewonnen. Seit mehreren Jahrtausenden bauen Spanier und Araber ihn bereits an. Safran spielt aber auch in der ayurvedischen, sowie in der traditionellen chinesischen Heilkunst schon lange eine wichtige Rolle. Denn nicht nur der Geschmack und die herrliche Safran Farbe sind im Essen sehr beliebt, sondern auch seine positiven Wirkungen, wie etwa der beruhigende und schmerzlindernde Effekt.

Mittlerweile wird Safran auf der ganzen Welt als bewährtes Gewürz, Medizin, Duftstoff und auch als Farbstoff verwendet.

Welche Krokusse werden für Safran genommen?

Bei der Safran Pflanze handelt es sich um den Safrankrokus Crocus sativus – ein Schwertliliengewächs. Die Safran Blume hat eine violette Blüte mit langen rot-orangenen Blütenstempeln, aus denen das Safran Gewürz entsteht.

Kann man aus jedem Krokus Safran machen? Nein, nur aus dem im Herbst blühenden Safrankrokus kann das wertvolle Gewürz gewonnen werden. Der im Frühling blühende Krokus ist sogar giftig.

Wer möchte, kann Safran selber anbauen. Dazu die Safran-Knollen im Juli in den Garten oder Topf einpflanzen. Die Blüten sind nicht nur ein schöner Farbklecks im Herbst, sondern aus ihnen kann das Safran Gewürz gewonnen werden. Dazu während der ca. 2-wöchigen Blütezeit die drei Blütenstempel mit einer Pinzette abzupfen. Im Anschluss werden die Fäden getrocknet oder leicht geröstet, wodurch das Blütengewürz sein intensives Aroma erhält. Safran Fäden sind etwa 2 bis 3 Jahre haltbar, wenn sie trocken, sowie licht- und luftdicht aufbewahrt werden.

Warum ist Safran so teuer?

Safran ist mit das teuerste Gewürz der Welt. Der Safran Kilopreis liegt bei 30.000 €. Dieser hohe Preis begründet sich darin, dass die Safran Ernte sehr aufwendig ist. Denn für ein Kilogramm müssen bis zu 200.000 Safran Blüten geerntet werden und das per Hand in den frühen Morgenstunden. Lediglich die drei kleinen Stempel aus der Blüte werden für das aromatische Gewürz verwendet. Zudem blühen die Krokusse nur 2 Monate im Jahr.

Wo kommt der beste Safran her?

Safran wird u.a. im Iran, in Griechenland, Kaschmir und sogar in der Schweiz angebaut. Der qualitativ hochwertigste Safran soll spanischer Safran sein. Doch nicht allein das Anbaugebiet spielt beim Preis eine Rolle, sondern auch die Qualität. Denn je reiner die Ernte, desto teurer der Safran. Am hochwertigsten ist die sogenannte Coupe Ware. Hier wird nur die obere Hälfte des Blütenstempels verwendet, in dem die ganzen Aromastoffe sitzen.

Wie kann man echten Safran erkennen?

Wer Safran auf Echtheit prüfen möchte, sollte zuerst an ihm riechen. Sein aromatisch-bitterer Duft ist sehr markant. Zudem sind die Fäden rot und meist 2 bis 4 cm lang, je nachdem, woher der Safran stammt. Wenn Ihr ganz sicher sein möchtet, könnt Ihr einen Faden in Wasser auflösen. Färbt er direkt das Wasser, ist das schon mal ein gutes Zeichen. Falscher Safran ist zudem am Geschmack zu erkennen. Während gestreckter Safran das Essen kaum aromatisiert, entfaltet echter Safran ein intensives Aroma.

Wie schmeckt Safran?

Der Geschmack von Safran ist bitter-aromatisch und leicht scharf. Sein dezenter Duft sorgt für ein ganz besonderes Aroma in süßen und auch herzhaften Speisen.

Was bedeutet Safran macht den Kuchen gel?

Wer sich bei dem Kinderlied „Backe, backe Kuchen“ schon immer gefragt hat, was die Textzeile „Safran macht den Kuchen gel“ bedeutet – hier kommt die Antwort: Das Lied stammt aus dem 19. Jh. aus dem Raum Sachsen und Thüringen. Das Wort gel oder auch gehl bedeutet gelb. Denn das Gewürz sorgt bereits in kleinsten Mengen für eine herrlich gelbe Farbe im Gebäck.

Ist Safran und Kurkuma das Gleiche?

Obwohl beide Gewürze für eine hübsche gelb-orange Farbe im Essen und Trinken sorgen, haben die beiden sonst nicht viel gemeinsam. Bei Kurkuma handelt es sich um die Wurzel eines Ingwergewächses. Safran hingegen wird aus den Blütenstempeln von Krokussen gewonnen. Auch geschmacklich unterscheiden sich die beiden voneinander.

Tipp: Bei der Bezeichnung Safranwurzel handelt es sich um Kurkuma und nicht um Safran.

Gibt es eine Safran Alternative?

Gewürze, die ähnlich schmecken wie Safran, gibt es leider keine. Jedoch kann beim Backen anstelle von Safran Zitronenschale verwendet werden. Das sorgt für ein bitter-frisches Aroma im Gebäck.

Eine optische Safran Alternative ist die Färberdistel Saflor. Sie wird gerne unwissenden Touristen auf Basaren als Safran verkauft, denn sie sieht Safran zum Verwechseln ähnlich. Doch der falsche Safran ist geschmacksneutral. Wer lediglich die herrliche Farbe von Safran im Essen erzielen möchte, kann auch Kurkuma verwenden. Dieser ist ebenfalls nur eine optische Alternative zu Safran und keine geschmackliche.

Anstelle der Fäden kann Safran gemahlen verwendet werden. Jedoch verliert dieser schnell sein Aroma. Deshalb sollte Safran Pulver nicht so lange gelagert werden.

Wie gesund ist Safran?

Safran werden viele Heilwirkungen nachgesagt, so soll er z.B. eine schmerzlindernde Wirkung haben. Dank der enthaltenen Carotinoide und ätherischen Öle soll Safran auch bei Verdauungsbeschwerden oder Atembeschwerden helfen. Safran hat auch eine positive Wirkung aufs Gehirn. Er soll die Gedächtnisleistung verbessern und wird zum Teil sogar bei Depressionen eingesetzt.

Wer in den Genuss seiner positiven Wirkung kommen möchte, kann sich eine leckere Safran Milch zubereiten. Für ein Glas lasst Ihr 250 g Milch (entweder Kuhmilch oder Pflanzenmilch) mit 3 Safran Fäden, 1 Nelke sowie einer Prise Zimt für etwa 5 Minuten köcheln. Wer die Milch etwas süßer mag, rührt zum Schluss noch einen Teelöffel Honig hinein.

Wie viel Safran darf man essen? Zu viel Safran kann zu Nebenwirkungen führen. Ab 5 Gramm kann es zu Schwindelgefühlen, Übelkeit und Nasenbluten kommen. Besonders in der Schwangerschaft sollte Safran nicht so hochdosiert verwendet werden, da es zu Abbrüchen kommen kann. Ab einer Dosierung von über 10 Gramm kann Safran giftig sein und im schlimmsten Fall sogar tödlich.

Bei der Einnahme von Safran sind keine Wechselwirkungen bekannt. Doch wer Safran zu therapeutischen Zwecken in Form von z.B. Safran Extrakt einsetzen möchte, sollte dies vorab mit seinem Arzt besprächen.

Wie wird Safran verwendet?

Das Blütengewürz ist herrlich vielseitig einsetzbar, daher gibt es unzählige süße und herzhafte Safran Rezepte mit Reis, Fleisch oder mit Fisch. Nicht nur sein unverwechselbares Aroma ist sehr beliebt, sondern auch seine Farbkraft. Safran für Paella, Safran Reis oder Risotto mit Safran ist ein absolutes Muss. Auch im Gebäck ist sein frisches Gelb häufig zu finden.

Wie dosiert man Safran?

Es ist ein sehr ergiebiges Gewürz, sodass bei der Safran Dosierung bereits eine Messerspitze vom Safranpulver ausreicht bzw. zwei Safranfäden.

Wer zu viel Safran ins Essen gibt, riskiert einen unangenehm bitteren und metallischen Geschmack.

Wie wird Safran verarbeitet?

Da Safran ein sehr teures Gewürz ist, solltet Ihr das Maximum an Geschmack aus ihm herausholen. Dazu zermahlt Ihr die Fäden zusammen mit etwas Salz oder Zucker im Mörser. Danach löst Ihr das feingemahlene Pulver in etwas Wasser oder Milch auf, bevor Ihr es zum Essen gebt. Dadurch kann sich sein Aroma voll entfalten, genauso wie seine Farbe.

Wann wird Safran dazugegeben?

Safran sollte nicht zu lange mitkochen. Daher gibt man Safran erst kurz vor Ende der Garzeit zum Essen.

Welches Gemüse passt zu Safran?

Besonders lecker ist ein bunter Gemüse-Mix aus Zucchini, Paprika, Möhren, Auberginen oder Erbsen, der in einem Safran-Sud oder in einer Safransauce gekocht wird.

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