Was sind Curryblätter?

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Bereits das Wort „Curry“ verspricht ein aromatisches Feuerwerk, das auf der Zunge zergeht und im Bauch eine herrliche Wärme besonders an kalten Tagen hinterlässt. Dieser typische Geschmack entsteht durch eine Vielzahl von Gewürzen. In Indien sind z.B. Curryblätter ein fester Bestandteil dieses typischen Aromas. Doch das Gewürz sollte nicht mit dem Currypulver oder dem hier heimischen Currykraut verwechselt werden, denn geschmacklich haben sie nichts mit den Curryblättern gemeinsam. Das Curryblatt hat ein frisch-herbes Aroma gepaart mit dem himmlischen Duft nach Zitronen.

Wo wachsen Currypflanzen und wie sehen Curryblätter aus?

Der bis zu 6 Meter hohe Baum wächst hauptsächlich in Indien, sowie auf Sri Lanka. Seine Blätter sind eiförmig und sattgrün glänzend.

Wie schmecken Curryblätter?

Der Geschmack von Curryblättern ist herb, scharf und zitrusartig. Ihr Duft erinnert an frische Zitronen und Orangen.

Welche Inhaltsstoffe sind in Curryblättern enthalten?

In der asiatischen Medizin werden Curryblätter schon lange wegen ihrer gesundheitsfördernden Eigenschaften verwendet. Zum einen wirken sie dank des enthaltenen Caryophyllen entzündungshemmend, weshalb sie u.a. als Umschläge zur Wundheilung verwendet werden und zudem lindern die enthaltenen Gerbstoffe als Tee aufgebrüht Übelkeit und Erbrechen. Bei Durchfall sollte man rohe Curryblätter essen und diese langsam zerkauen.

Wie kann ich Curryblätter ersetzen?

In den letzten Jahren wird das Gewürz auch hierzulande immer beliebter, sodass man es meist ohne Probleme online oder in Asialäden finden kann. Doch wer gerade keine Curryblätter zu Hause hat und nach einer Curryblätter Alternative sucht, sollte sich nicht in die Irre führen lassen: Denn obwohl Curry im Namen enthalten ist, hat weder Currypulver noch Currykraut geschmackliche Ähnlichkeit mit den Curryblättern. Somit sind sie auch kein Curryblätter Ersatz.

Ähnlich ist es auch mit Kaffirblättern und Curryblättern. Besonders im getrockneten Zustand sehen sie sich recht ähnlich, aber auch sie haben geschmacklich wenig gemeinsam.

Da Curryblätter ein einmaliges Aroma besitzen, gibt es keine Alternative zu den Blättern. Zur Not können sie aber im Rezept alternativlos weggelassen werden.

Wie werden Curryblätter verwendet?

Zum Kochen werden traditionell frische Curryblätter verwendet, die vor allem Currygerichte und Chutneys aromatisieren. Hat man keine Frischen zu Hause, können auch getrocknete Curryblätter verwendet werden. Sie werden vorab in Öl angeröstet, sodass sie ihr volles Aroma entfalten können. Danach werden sie die ganze Zeit mitgekocht und später herausgefischt oder einfach mitgegessen, da sie sehr weich sind.

Die Verwendung von Curryblättern ist sehr vielfältig. Sie schmecken in Dals, Teigtaschen sowie in Currys jeglicher Art.

Wir haben für euch ein leckeres Rezept mit Curryblättern aus Sri Lanka mitgebracht:

Devilled Cashews

70 ml Kokosnussöl

300 g Cashews

12 getrocknete Curryblätter

½ TL Chilipulver

½ TL Schwarzer Pfeffer

½ TL Salz

Saft einer ½ Limette

Den Ofen auf 180°C vorheizen.

Die Cashewkerne mit dem Öl, den zerkleinerten Curryblättern sowie den anderen Gewürzen vermischen.

Cashewkerne auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen und bei 180°C ca. 12 Minuten rösten. Zwischendurch die Cashewkerne immer wieder umrühren und aufpassen, dass sie nicht verbrennen.

Die fertigen Cashewkerne aus dem Ofen nehmen und mit dem Limettensaft beträufeln. Kurz trocknen lassen und als Snack genießen.

Wo kann man Curryblätter kaufen?

Gewürze wie Curryblätter findet ihr im Asiamarkt sowie im Onlinehandel. Die frischen Curryblätter lagert man am besten im Kühlschrank, aber da sie nicht sehr lange haltbar sind, kann man auch auf getrocknete zurückgreifen. Hochwertige Bio Curryblätter könnt ihr auch in unserem Online-Shop kaufen.

Tipp: Die getrockneten Curryblätter von Zauber der Gewürze könnt ihr fein zermahlen und euch damit eine eigene Gewürzmischung zusammenstellen. Am besten schmecken sie zu Bockshornkleesamen, Kreuzkümmel, Zimt, Chili, Fenchel oder auch Koriander – in Kombination mit den anderen Gewürzen harmonisieren die Blätter die unterschiedlichen Aromen.

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