Was ist Kardamom?

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Ist von Kardamom die Rede, denken die meisten Menschen hierzulande direkt an Weihnachten. Doch die (zumeist) grünen Kapseln können weitaus mehr, als Spekulatius und Lebkuchen zu verfeinern. Kardamom passt zum Beispiel auch ideal zu Curry-Gerichten, Brot und arabischem Kaffee. Auch wenn man es von der Optik her nicht vermuten würde: Kardamom zählt zu den Ingwergewächsen. Man erntet die Fruchtkapseln der tropischen Schilfstaude kurz bevor sie aufspringen. Sie kommen in Schwarz, Grün und Weiß vor, wobei vorwiegend der aromatische Grüne Kardamom in der Küche verwendet wird. Sein weißer Bruder ist dagegen besonders selten und schwer zu bekommen. Als Gewürz verwendet man die kleinen Samenkörner des Kardamoms, die in den Kapseln sitzen.

Wonach schmeckt Kardamom?

Der frische Geschmack von Kardamom erinnert an Minze, Eukalyptus und Menthol, kombiniert mit süßen, fruchtigen und scharfen Noten. Die Vielfalt der unterschiedlichen Aromen ergibt einen unverwechselbaren und intensiven Geschmack, der Seinesgleichen sucht.

Wozu passt Kardamom?

Kardamom ist nicht nur fester Bestandteil der Weihnachtsbäckerei, er harmoniert generell sehr gut mit Süßspeisen. Daher wird er gerne in Desserts, Backwaren und Süßspeisen eingesetzt – zum Beispiel in Obstsalat, Konfitüren, Cremes oder Milchreis. Kardamom hat als Würzzutat besonders in Asien und im Orient große Bedeutung und ist fester Bestandteil vieler Curries, Chutneys oder anderer asiatischer Gerichte. Auch heißen Getränken verleiht Kardamom ein besonderes Aroma. So wird er gerne in Glühwein und Punsch, aber auch als Teil einer arabischen Gewürzmischung in Kaffee oder Tee eingesetzt. Kardamom harmoniert ebenso gut mit verschiedensten Fleischgerichten – zum Beispiel Roastbeef, Steaks, Schweinebraten, Lamm-, Kalb- oder Hammelfleisch. Auch Fisch und Meeresfrüchten verleiht er ein frisches Aroma.

Wie lässt sich Kardamom verwenden?

Kardamom lässt sich sowohl gemahlen, als auch in Kapselform verwenden. Sein charakteristischer Geschmack liegt vor allem an den ätherischen Ölen der Samen. Da sich das besondere Aroma jedoch leicht durch Luft- und Lichteinwirkung verflüchtigt, sollte man besser ganze Kardamomkapseln verwenden. Die Kapselhüllen schützen das feine Aroma auf natürliche Weise und lassen sich leicht öffnen – am besten erst kurz vor der Verwendung. Die Samen können dann entweder im Ganzen mitgegart oder – gerne auch nach kurzem Anrösten – im Mörser zerstoßen werden. Sie sollten dann am besten erst kurz vor Garende hinzugegeben werden. Im Mörser leicht angestoßen, lassen sich auch ganze Kapseln mitkochen und vor dem Servieren herausfischen. Diese sollten dann jedoch schon zu Beginn des Garvorgangs hinzugegeben werden, damit sie ihr volles Aroma entfalten können. Gemahlener Kardamom ist zwar praktisch, aber längst nicht so intensiv im Geschmack wie frische Kapseln.

Wie ist die Herkunft von Kardamom?

Ursprünglich stammt Kardamom aus Indien, wo man ihn auch als „Königin der Gewürze“ bezeichnet. Noch heute baut man ihn in Indien und vielen anderen tropischen Ländern an. Römische Eroberer brachten Kardamom vor rund 2.000 Jahren nach Europa. Er zählt zu den teuersten Gewürzen der Welt, was daran liegt, dass die Fruchtkapseln per Hand gepflückt werden. Dies ist jedoch nur in einem kurzen Zeitraum möglich – nämlich bevor die Kapseln aufspringen und sich die Samen verteilen.

Womit kann man Kardamom ersetzen?

Der einzigartige Geschmack von Kardamom lässt sich kaum nachahmen. Allerdings kann man durch die Kombination verschiedener Gewürze nahe herankommen. Als Grundlage dient zumeist Zimt. In gleichen Teilen mit Muskatnuss gemischt, ergibt sich eine sehr gute Würzalternative, vor allem für Fleisch- und Reisgerichte. Zimt lässt sich außerdem mit Ingwer oder Nelken mischen, um Kardamom zu ersetzen. Hier die beiden Gewürze ebenfalls zu gleichen Teilen mischen. Ist auch kein Zimt im Haus, bietet sich Pigment als Ersatz an, der jedoch nur sehr sparsam verwendet werden sollte.

Welche gesundheitlichen Wirkungen werden Kardamom zugeschrieben?

Die ätherischen Öle der Kardamomsamen haben eine positive Wirkung auf die Gesundheit. In der ayurvedischen Lehre soll Kardamom das Verdauungsfeuer entfachen. Auch die alten Römer schworen auf Kardamom bei Völlegefühl und Verdauungsproblemen – zum Beispiel bei Magenkrämpfen oder Blähungen. Das Kauen ganzer Fruchtkapseln soll außerdem für einen frischen Atem sorgen. Einige Menschen schwören auch darauf, dass Kardamomsamen die Stimmung aufhellen oder sogar aphrodisierend wirken. Darüber hinaus ist Kardamom eine hervorragende Quelle für Nährstoffe wie Eisen, Kalium, Magnesium und Kalzium.

Wie lässt sich Kardamom lagern?

Kommen die ätherischen Öle des Kardamoms mit Licht und Luft in Berührung, verflüchtigt sich ihr Aroma schnell. Das gilt vor allem für gemahlenen Kardamom. Frische Kapseln bewahren ihren Geschmack rund ein Jahr. Kaufen Sie daher am besten nur kleine Mengen und bewahren Sie die Kapseln gut verschlossen in einem Schraubglas auf. Je klebriger sich die Kapseln anfühlen, desto frischer und aromatischer sind sie.

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