Rotkohl – der eigentliche Star des Festtags-Essens

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Kaum ein anders Wintergemüse wird so gern zum Sonntagsbraten, zur Weihnachtsgans oder zur Entenbrust gegessen wie Rotkohl. Doch obwohl er auf jeder Festtagstafel zu finden ist, gehen die Meinungen, wie genau der Kohl zubereitet werden sollte, stark auseinander. Denn ob Blaukraut, Rotkraut oder Rotkohl – nicht nur die Namen des Wintergemüses sind von Region zu Region unterschiedlich, sondern auch die Zubereitungsarten. Wir stellen Euch die leckersten Tipps und Zubereitungs-Tricks vor, damit Ihr Euren Rotkohl von festlich bis fancy genießen könnt.

bowl of grated red cabbage

Was ist der Unterschied zwischen Rotkohl und Blaukraut?

Diese Frage ist schnell geklärt: Es gibt keinen Unterschied. Denn ob Kraut oder Kohl, es handelt sich immer um das gleiche Wintergemüse. Doch es hat einen Grund, warum der Kohl nach unterschiedlichen Farben benannt ist. Das liegt am pH-Wert des Bodens: Je saurer der Boden, desto rötlicher die Farbe. Denn während Blaukraut im Süden meist blau ist, ist Rotkohl im Norden rot. Auch die Zubereitung spielt bei der Farbe eine wichtige Rolle. In Norddeutschland wird der Rotkohl eher etwas saurer mit Essig gegessen und in Süddeutschland ist meist ein wenig Zucker enthalten. Auch diese Zutaten verändern den pH-Wert und sind daher maßgeblich an der Farbe beteiligt.

Ist Rotkohl gesund?

Wie die meisten Wintergemüse ist auch Rotkohl ganz schön gesund. Er ist reich an Vitamin C, was das Immunsystem unterstützt. Die enthaltenen Ballaststoffe bringen die Verdauung in Schwung und machen lange satt. Außerdem hebt der Pflanzenfarbstoff Anthocyan die Stimmung.

Rotkohl verfeinern – auf die Gewürze kommt es an

Rotkohl gehört zu Weihnachten wie Eier zu Ostern! Doch warum ist das eigentlich so? Das liegt u.a. an den Gewürzen, die traditionell in den Rotkohl kommen. Der leicht süßliche Geschmack des Kohls harmoniert nämlich besonders gut mit den Rotkohl Gewürzklassikern wie Nelken, Piment und Zimt. Dadurch erhält er dieses herrlich warme Weihnachtsaroma. Für einen würzigeren Geschmack gibt man Wacholderbeeren, Lorbeerblätter oder auch Ingwer hinzu. Etwas ungewöhnlichere Gewürze sind Vanille, Curry oder Anis, aber auch mit diesen Aromen schmeckt Rotkohl einfach wunderbar.

Wer aromatisch auf der sicheren Seite sein möchte, nimmt einfach das Rotkohl Gewürz von Zauber der Gewürze. Gewürze wie Piment, Wacholderbeeren, Nelken, Schwarzer Pfeffer, Lorbeerblätter, Apfelpulver, Ceylon Zimt, Zwiebeln und Orangenschalen sorgen für ein rundes Geschmackserlebnis und verleihen dem Rotkohl eine würzig-süßliche Note.

Die Gewürzmischung Rotkohl Gewürz, sowie weitere klassische Gewürze für Euren Rotkohl könnt Ihr bei uns bequem im Onlineshop kaufen.

Tipp: Die Gewürze sollten am besten 2 Tage in der Masse durchziehen, damit der Rotkohl auch herrlich aromatisch wird. Das macht diese Beilage auch so perfekt! Denn frischer Rotkohl lässt sich wunderbar vorbereiten und das bedeutet weniger Arbeit am Festtag. Da muss er nur noch kurz erwärmt werden.

Close-up of red cabbage served on table. Christmas menu on dining table.

Rotkohl einfach selber machen

Wer sich für selbstgemachten Rotkohl entscheidet, wird schnell merken, dass es gar nicht so schwer ist, diese Beilage zuzubereiten, denn die meiste Arbeit erledigt der Herd. Achtet beim Kauf darauf, dass der Rotkohl frisch ist. Der Kopf sollte sich fest anfühlt – dazu diesen einfach kurz mit beiden Händen zusammendrücken. Außerdem sollten die Blätter eine satte Farbe haben und leicht glänzen.

Wie wird Rotkohl geschnitten?

Zuerst sollten die äußeren Blätter des Kohls entfernt werden. Dann den Rotkohl vierteln und den Strunk sowie die dicken Blattrippen entfernen. Je nachdem, was zu Hause vorhanden ist, den Kohl entweder in dünne Streifen schneiden oder hobeln. Dann den Kohl gründlich in der Salatschleuder oder unter fließendem Wasser waschen.

Wie bleibt Rotkohl schön rot?

Damit Rotkohl seinem Namen alle Ehre macht, benötigt er etwas Säure. Beim Kochen kann daher Essig hinzugeben werden. Wem die Farbe noch nicht intensiv genug ist, kann mit etwas Rote Beete Saft nachhelfen. Und wie bekommt man Rotkohl blau? Damit Blaukraut seinen hübschen Violett-Ton erhält, benötigt dieser hingegen alkalische Zutaten. Zucker und Natron im Kraut sorgen für eine blaue Verfärbung.

Wie lange muss Rotkohl kochen?

Rotkohl sollte nicht kochen, da sonst die meisten gesunden Inhaltsstoffe verloren gehen. Lieber unter dem Siedepunkt für 35 – 45 Minuten schmoren lassen – je nachdem, wie bissfest man ihn mag.

Klassisches Apfel-Rotkohl-Rezept

 

1 kg Rotkohl

2 säuerliche Äpfel

1 Zwiebel

4 EL Gänseschmalz – alternativ Rapsöl

150 ml Wasser

100 ml Rotwein

1 EL Rotkohl Gewürz Zauber der Gewürze

2 EL Ahornsirup

2 EL weißer Balsamico Essig

1 EL Quitten-Gelee

Salz und Pfeffer nach Belieben

Den Rotkohl wie beschrieben in dünne Streifen hobeln. Äpfel sowie Zwiebeln schälen und in kleine Würfel schneiden.

Gänseschmalz in einen großen Topf geben und die Zwiebeln darin glasig anschwitzen. Rotkohl hinzugeben und ebenfalls für 3 Minuten anschwitzen. Mit Rotwein ablöschen. Alle weiteren Zutaten bis auf das Gelee hinzugeben und Rotkohl bei mittlerer Hitze im geschlossenen Topf ca. 45 Minuten schmoren lassen. Zwischendurch umrühren. Kurz vor Ende der Garzeit das Quitten-Gelee hinzugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Am besten schmeckt der Rotkohl, wenn er mindestens eine Nacht durchziehen konnte – besser sogar noch zwei.

Tipp: Rotkohl lässt sich im Thermomix® bzw. in der Küchenmaschine besonders schnell und einfach zubereiten.

Crusty goose leg with braised red cabbage and dumplings on Christmas decorated table

Was kommt in den Rotkohl? Köstliche Rotkohl-Variationen

Es muss nicht immer nur Apfel-Rotkohl sein. Wir haben Euch ein paar Variationen zusammengestellt, mit denen Ihr für Abwechslung sorgen könnt:

Rotkohl mit Früchten wie Preiselbeeren, Mango oder Orangen

Rotkohl mit Trockenobst wie getrockneten Pflaumen, Aprikosen oder Cranberries

Rotkohl mit Johannisbeergelee, Heidelbeermarmelade oder Quittengelee

Rotkohl mit Maronen

Rotkohl mit Speck

Rotkohl ohne Zucker: Um die Säure im Kohl auszugleichen, könnt Ihr alternativ Ahornsirup oder Kokosblütenzucker verwenden

Rotkohl vegetarisch und vegan

Während in „Omas Rotkohl Rezept“ meist Gänseschmalz oder Schweineschmalz enthalten ist, kann als vegetarische Alternative Butter genommen werden. Wer seinen Rotkohl vegan kochen möchte, nimmt einfach Kokosöl oder Rapsöl zum Anschwitzen des Gemüses.

Wenn‘s schnell gehen muss: Rotkohl aus dem Glas

Nicht immer muss es selbstgemachter Rotkohl sein. Bei Zeitmangel ist es keine Schande, auf fertig zubereiteten Rotkohl aus dem Glas zurückzugreifen. Wer den Gesundheitsfaktor im Auge behalten möchte, entscheidet sich am besten für den Tiefgefrorenen. Dieser wurde meist schnell verarbeitet und schonend zubereitet.

Sollte geschmacklich noch das gewisse Etwas fehlen, könnt Ihr den Rotkohl aus dem Glas oder aus der Tiefkühltruhe individuell verfeinern. Zwiebeln, Nelken, Lorbeerblätter, Äpfel, Preiselbeeren, eine Prise Zimt – Ihr entscheidet, was noch fehlt. Dann den Kohl nach Packungsanweisung erwärmen.

Red cabbage salad. Coleslaw in a bowl. Grey background. Close up

Rotkohl mal anders: Von Smoothie bis Pizza

Obwohl Rotkohl ursprünglich aus dem Mittelmeer-Raum stammt, ist er heute vor allem in Nord- und Ost-Europa eine beliebte Sättigungsbeilage zu diversen Herbst- und Wintergerichten. Doch Rotkohl schmeckt so köstlich, er ist gesund und hat kaum Kalorien, daher ist es viel zu schade, ihn immer nur zu Knödel und Fleisch zu essen.

Rotkohl ist ein echtes Superfood und dank seiner gesunden Inhaltsstoffe ist er daher zusammen mit Blaubeeren, Apfelsaft und einer Prise Zimt die perfekte Zutat in Smoothies. Denn roh verwendet enthält er besonders viele Vitamine und gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe. Auch als Rotkohlsalat eignet er sich hervorragend. Dazu schneidet ihn in besonders dünne Streifen.

Aber Rotkohl ist auch ein Genuss als Topping auf Pizza und Flammkuchen mit Ziegenkäse und Walnüssen. Ihr könnt entweder frisch Gehobelten oder den fertig Gekochten verwenden – je nachdem, wie knackig Ihr es mögt.

Wenn Ihr noch nach einer Rezeptidee als Vorspeise für Weihnachten sucht: Eine Rotkohl-Maronensuppe stimmt auf den festlichen Hauptgang ein.

Schon satt und jetzt? Haltbarkeit von Rotkohl

Rotkohl ist ein sehr genügsames Gemüse. Solltet Ihr Euch einen frischen Kopf auf dem Markt geholt haben, aber noch nicht der passende Moment gekommen sein, um ihn zuzubereiten, kann er ohne Weiteres bis zu 3 Wochen im Gemüsefach des Kühlschranks oder auch im kalten Keller gelagert werden.

Auch fertig gekochter Rotkohl ist lange haltbar. Im Kühlschrank hält er sich bis zu 5 Tage.

Wer frisch zubereiteten Rotkohl auf Vorrat im Haus haben möchte, kann den vollständig erkalteten Kohl portionsweise bis zu 6 Monate einfrieren. Das funktioniert übrigens auch mit fertigem Rotkohl aus dem Glas, den Ihr eventuell vorher noch etwas selbst verfeinert habt.

Zum Schluss 2-SOS-Tipps, falls der Rotkohl noch nicht perfekt ist:

Rotkohl zu trocken: Einfach noch ein bisschen Flüssigkeit hinzugeben und mit den verwendeten Gewürzen nachwürzen. Neben Wasser könnt Ihr Brühe, Orangensaft oder auch Rotwein nehmen.

Rotkohl zu sauer: Kein Problem! Entweder Zucker, Gelee oder auch Apfelmus hinzugeben. Diese Zutaten helfen übrigens auch, falls der Kohl zu bitter ist.

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